Ein autoritärer Staat, zwei Brüder auf Kollisionskurs und eine Familie, die unter dem Druck der Zeit zerbricht: Während Franz mit kalkulierter Rücksichtslosigkeit zum Sprachrohr des Regimes aufsteigt, führt Karl einen verzweifelten Aufstand an. Doch je radikaler sein Kampf wird, desto stärker verschwimmen für ihn die Grenzen zwischen Befreiung und despotischer Gewalt.
In dieser futuristischen Neuinterpretation von Schillers Klassiker wird das Familiendrama in ein Deutschland der nahen Zukunft verlagert – ein Land, das sich unter einer diktatorischen Ordnung neu formiert hat. Nach dem Tod des Familienoberhaupts entbrennt zwischen den Söhnen der Streit um Macht, Vermächtnis und moralische Autorität. Mittendrin steht Amalia: eine scharfsinnige, unbeirrbare Beobachterin, die sowohl Karls fanatischen Idealismus als auch Franz’ manipulative Kälte durchschaut. Mit ihr stellt sich die Frage, ob Freiheit überhaupt existieren kann, ohne sie anderen zu nehmen.
Regisseur Matthias Köhler öffnet den Text für unsere Gegenwart und fragt nach Orientierungspunkten in einem System, das moralisch zu erodieren scheint. Wann wird Widerstand zur moralischen Pflicht – und ab welchem Punkt zerstört er die Werte, die er zu verteidigen vorgibt?
Begleitend lädt der Förderverein Theater Erlangen e.V. zu einem Foyerabend ein: Demokratie in Gefahr – Schillers „Die Räuber“ heute. Ein Gespräch über die Zukunft unserer Gesellschaft in einer Zeit zunehmender Unsicherheit.
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