FOTO: © Alter Bahnhof von Thessaloniki, von hier gingen die Züge nach Auschwitz und Bergen-Belsen, 2024 Foto: Karoline Mueller-Stahl

Die Schatten und Geister bleiben

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Gespräch mit dem Archäologen und Historiker Anastasios Papadopoulos aus Thessaloniki

Das Stadtbild und die Bevölkerungsstruktur Thessalonikis haben sich seit dem frühen 20. Jahrhundert grundsätzlich verändert. Synagogen, Moscheen, Minarette und der Friedhof sind vollständig oder bis auf wenige Ausnahmen zerstört worden. Die jahrhundertealte jüdische und osmanische Geschichte der seit 1912 zu Griechenland gehörenden Stadt ist nicht mehr sichtbar. Der Historiker Mark Mazower nannte sein viel beachtetes Buch „Salonica – City of Ghosts. Christians, Muslims, and Jews 1430–1950“; die deutsch-türkische Autorin Emine Sevgi Özdamar nennt ihren Roman über die von den Nazis und zuvor in den griechisch-türkischen Konflikten und Kriegen ausgelöschten Menschenleben „Ein von Schatten begrenzter Raum“. Die Fragen nach den Schatten und Geistern bleiben gegenwärtig.

Im Gespräch mit Anastasios Papadopoulos werden Margret Hoppe und Karoline Mueller-Stahl solche Fragen diskutieren. Es geht um Gedenken, Erinnern und Verdrängen. Auf welchem Grund stehen wir eigentlich? Was können Steine erzählen? Warum ist die Erinnerung einer Stadt für ihre Gegenwart und Zukunft notwendig?

Diese Veranstaltung ist Teil des Rahmenprogramms der Ausstellung „Margret Hoppe & Karoline Mueller-Stahl: Das Gedächtnis der Steine – Spuren jüdischer Geschichte und deutscher Besatzung in Thessaloniki“ (bis 8. August 2026).

Preisinformation:

6 €, ermäßigt 3 €

Location

HALLE 14 - Zentrum für zeitgenössische Kunst
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