Im Mai 2024 wäre die Künstlerin und Fotografin Edith Tar (1944–2021) 80 Jahre alt geworden. Auf den Tag genau 35 Jahre vor dieser Veranstaltung, am 8. November 1989, hielten sich Edith Tar und Radjo Monk an der auf unkalkulierbare Art und Weise durchlässig gewordenen Grenze zwischen der Tschechoslowakei und der BRD auf. Mit Fotoapparat und Tonbandgerät sammelten sie Zeugnisse von Menschen aus der DDR, die ihr gesamtes Leben, Freunde und Familien hinter sich ließen. Daraus entstand die Serie und die Ausstellung „Der Tag vor dem Mauerfall“, die von dem Künstlerpaar noch 2020 gemeinsam konzipiert wurden. Die beiden arbeiteten seit 1986 in zahlreichen Projekten zusammen.
Im Mai 2021 ist Edith Tar nur wenige Tage vor ihrem 77. Geburtstag plötzlich verstorben. Die Ausstellung wurde 2021 von Radjo Monk gemeinsam mit Ediths Sohn Les Tar realisiert.
Diese Veranstaltung erinnert an die Künstlerin und gibt Einblicke in ihr facettenreiches Schaffen. Dabei werden Werke und Filmausschnitte gezeigt und Bezüge zur Gegenwart gezogen. Alexa Hennings und Radjo Monk, die sich zuletzt mit der Frage „Was bleibt vom Leipziger Revolutionstisch“ beschäftigt haben, werden sich mit Dr. Philipp Freytag (MdbK) über die Künstlerin und ihr vielfältiges Oeuvre unterhalten.
Termin: Freitag, 8. November 2024, 19 Uhr
Kurzbeschreibung: Vortrag, Filmvorführung und Gespräch mit Dr. Philipp Freytag (Museum der bildenden Künste Leipzig), Alexa Hennings (Hörfunkautorin, Berlin) & Radjo Monk (Dichter & Künstler, Leipzig)
Weitere Informationen auf: https://www.halle14.net/veranstaltungen#c10600
Preisinformation:
4 €, ermäßigt 3 €