von Mareike Fallwickl
Bühnenfassung von Jorinde Dröse und Johanna Vater
Ab 14 Jahren
Ein Abendessen. „Haben wir kein Salz?“, fragt Helenes Ehemann Johannes. Helene steht vom Tisch auf und stürzt sich vom Balkon. Scheinbar ohne Anlass, ohne Andeutung, ohne Vorgeschichte. Zurück bleiben der überforderte Witwer und die drei Kinder. Sarah, Helenes Freundin und eigentlich ungebunden, springt ein, um der Familie zu helfen. Sie läuft Gefahr, zur bequemen Dauerlösung zu werden und ihr eigenes Leben darüber zu vergessen. Lola, die Tochter der Toten, versucht, zwischen Trauer, der Sorge um ihre Geschwister und männlichen Belästigungen einen eigenen, selbstbewussten Weg zu finden. Und mit den Emotionen klarzukommen, die sie durchströmen. Deren stärkste ist die Wut.
Mareike Fallwickls Roman Die Wut, die bleibt (2022) erzählt von ungesehener Care-Arbeit, Überforderung, Rollenbildern, Widersprüchen im Leben und zwischen den Generationen und, vor allem, von weiblichem Empowerment.
Mareike Fallwickl ist Autorin und Literaturvermittlerin. Publikationen u. a. Dunkelgrün fast schwarz (2018) und Das Licht ist hier viel heller (2019). Ihr neuer Roman Und alle so still erschien im April 2024.