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„Diese spontane Arbeitsniederlegung war nicht geplant“
FOTO: © Rex Am Ring

„Diese spontane Arbeitsniederlegung war nicht geplant“

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Filmvorführung & Diskussion mit Zeitzeug*innen/Aktivist*innen der Streiks im Ford-Werk 1973

Vor 50 Jahren fanden in West-Deutschland über 300 sogenannte „wilde Streiks“ statt, von denen in NRW vor allem die Streiks im Sommer 1973 bei Pierburg und Ford im Gedächtnis geblieben sind. Viele der spontanen Streiks waren von Migrant*innen getragen, die tagtäglich rassistischen und sexistischen Lohnhierarchien ausgesetzt waren. Diese „wilden Streiks“ blieben nicht ohne Rückwirkung auf die „offiziellen“ Arbeitskämpfe der DGB-Gewerkschaften und führten insgesamt zu einer Politisierung der sozialen Auseinandersetzungen in der BRD.
Der Dokumentarfilm „Diese spontane Arbeitsniederlegung war nicht geplant“ (1982) (Thomas Giefer, Yüksel Uğurlu, Klaus Baumgarten) blickt neun Jahre nach dem „wilden Streik“ im Kölner Ford-Werk gemeinsam mit Aktivist*innen zurück auf die damaligen Proteste und fragt nach ihren Folgen.

Im Anschluss an die Filmvorführung wird Nuria Cafaro (Universität Köln) gemeinsam mit Zeitzeug*innen /Aktivist*innen der Streiks im Kölner Ford-Werk in einem Publikumsgespräch über die Auseinandersetzungen 1973 sprechen.
Wie war 1973 die konkrete Situation bei Ford? Vor welchen Herausforderungen standen die Streikenden? Warum kam es zwischen 1969-1974 zu so einschneidenden Arbeitskämpfen in der Bundesrepublik? Wie war die Situation in anderen europäischen Ländern? Welche Wechselwirkungen gab es zwischen den sogenannten „wilden Streiks“, den „offiziellen“ Arbeitskämpfen und migrantischen Selbstorganisationen? Welche Auswirkungen hatten die migrantischen Proteste auf die DGB-Gewerkschaften? Was lässt sich aus den damaligen Kämpfen für die Gegenwart lernen?

Unsere Gäste sind: Reiner Schmidt, ehemaliges Mitglied der Spontigruppe Arbeiterkampf, Mitat Özdemir, ehemaliger Solzialbetreuer in den den Ford-Wohnheimen und Peter Bach, ehemaliger Fordarbeiter.

Der Eintritt kostet 5 Euro. Tickets können beim Rex am Ring vorher reserviert und gebucht werden.


Kooperationsveranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW und Rex am Ring m Rahmen der Reihe „Ihr Kampf ist unser Kampf – Streik 1973 bis 2023 und darüber hinaus“

Location

Rex Am Ring Hohenzollernring 60 50672 Köln

Organizer

RLS NRW Köln

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