19:00 Sam Gendel, Ethan Braun & Ugné Uma
Der Saxofonist Sam Gendel aus Kalifornien und die Sängerin, Texterin und Journalistin Ugnė Uma aus Litauen kennen sich seit einer Weile. Für die Plattform Maekusma realisierten sie vor drei Jahren das Projekt „Tam Tikri Objektai Erdvėje“ (litauisch für „Einige besondere Objekte im Raum“). Die sechs Namen der Stücke dieses Projektes stehen für die Buchstaben des Wortes Saturn und entwerfen ein Klangkosmos, der gleichermaßen zerbrechlich wie dringlich ist. Dort zu finden sind Anklänge an Improvisation, an das Sampling eigener Aufnahmen und Klangentwürfen des frühen Yamaha Portasound PSS-290-Synthesizers, um Pop und R&B zu abstrahieren und auf eine kontemplative Atmosphäre zu verweisen. Zu diesem Setting aus Sounds, imaginären Soundscapes und Geräuschen stößt der gleichfalls in Kalifornien lebende Komponist Ethan Braun. Mit seinem kompositorischen Schaffen will er das sowieso schon vielschichtige Spektrum dieser Musik strukturieren und formen, es wie einen lebendigen Organismus zum Pulsieren bringen und in gleichermaßen dichte wie lose Texturen verwandeln.
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22:00 Anatole Muster
Der Schweizer Akkordeonist Anatole Muster definiert die Möglichkeiten seines Instruments neu und macht es einem breiten Publikum zugänglich. Bei seinen Live-Auftritten spielt er aber nicht nur das traditionelle Knopfakkordeon, sondern auch zwei seiner charakteristischen anderen Instrumente: ein Laptop-Keyboard und einen MIDI-gesteuerten Breathalyzer-Synthesizer. Zu seinem globalen Netzwerk gehören Größen wie Louis Cole oder die beiden Bassisten Hadrien Feraud und Federico Heliodoro. Seine ersten Alben, „Wonderful Now“ 2024 und „Hopecore“ 2025, haben ihn und seine ungewöhnliche Musik vielerorts populär gemacht: Die Zahl der Streamings seiner Stücke nähert sich zehn Millionen an. Muster ist von Natur aus optimistisch. Er nimmt Komplexität gelassen in Kauf und ist fest entschlossen, eine Musik zu schaffen, die einen tatsächlich inspiriert. Mühelos reist er damit durch lässigen Hyperpop, 1980er-Jazzfusion, hybrides Midwest-Emo, minimalistsche Plugg und atmosphärischen Brasil-Jazz.
Anatole Muster – acc/voc
Hugo Piper – eb
tba – dr
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Das Konzert ist nicht bestuhlt, es besteht kein Anspruch auf einen Sitzplatz.
Im Ticketpreis enthalten ist der Club Euro.
Mehr Infos zum Konzert und zur Barrierefreiheit finden Sie auf unserer Website.
Fotografieren ist grundsätzlich nicht erwünscht.