Obwohl der Brite Evan Parker, 1944 geboren, und der US-amerikanische Trompeter Peter Evans, 1981 geboren, vom Alter her eine Generation auseinander sind, so sind sie sich in ihrer Haltung zur improvisierten Musik und ihrem Gebrauch von erweiterten Spieltechniken ähnlich. Der Saxofonist Parker war einer der ersten Improvisationskünstler:innen in Europa, der in sein Schaffen Solokonzerte integrierte, für das er ausschließlich Sopransaxofon spielte. Wie sein jüngerer Kollege Evans auf der Trompete setzt Parker auf auditives Streaming, bei dem eine Instrumentalstimme als zwei oder mehre Melodien wahrgenommen wird. Und auch wieder wie Evans erzeugt auch Parker dieses Phänomen durch die Verwendung vor allem von Multiphonics, Zirkularatmung und Spaltklängen. Und wer den Briten und den Amerikaner kennt, weiß, dass sie, wenn sie zur Duoperformance zusammenkommen, keineswegs ihre Improvisationsmusik zu technischen Kabinettstückchen degradieren. Vielmehr werden sie ihren gesamten Fundus spieltechnischer Errungenschaften dafür verwenden, um ihren ganz eigenen Melos dem Publikum offenzulegen.
Evan Parker – sax
Peter Evans – trp
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Fabian Dudek, Victor Fox, Felix Hauptmann, Kirke Karja, Roger Kintopf, Julia Sanjurjo und Tizia Zimmermann kennen sich gut, jeder und jede von ihnen hat schon oft in einer der Bands der oder des anderen gespielt. Doch dass sich diese sieben Musiker:innen aus Köln, Tallinn und Zürich nahezu gleichzeitig mit einem ihrer Projekte für ein Konzert auf der Cologne Jazzweek angefragt haben, ist zufällig gewesen. Warum also nicht für ein Kollektiv zusammenkommen? Gesagt, getan: Ihr Kollektiv KROM feiert auf der Cologne Jazzweek 2026 seinen Einstand. Mit ihrem in Berlin lebenden Landsmann, dem Elektromusiker Pablo Lienhard, arbeitet die Zürcher Akkordeonistin Zimmerman seit 2018 zusammen. Sie spielen eine Musik, die in den tiefsten Bässen ein Zuhause gefunden hat, aus klangmächtigen Drones ihre Kraft zieht und auf lange, tranceartige Borduntöne setzt. Die Sounds ihrer Instrumente verschränken sich dabei so eng ineinander, dass die Grenzen zwischen akustischen und elektronischen Klängen aufgelöst zu sein scheinen und alles zu einem energetischen Ganzen verschmilzt.
Tizia Zimmermann – acc
Pablo Lienhard – electr
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Das Konzert ist teilbestuhlt, es besteht kein Anspruch auf einen Sitzplatz.
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Fotografieren ist grundsätzlich nicht erwünscht.