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Doppelkonzert: Sam Amidon & Sam Gendel / GEORGE

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Der Schlagzeuger John Hollenbeck gründete GEORGE noch in der Stille der Covid-Pandemie. Der Name nimmt Bezug auf den Afroamerikaner George Floyd, dessen Tod durch Polizeigewalt Ende Mai 2020 Auslöser war für Proteste der Black Lives Matter-Bewegung in den USA. Andererseits verweist er auf das griechische „Georgos“ für „Erdarbeiter“. War schon das erste Album „Letters to George“ mit seinem Mix aus futuristische rElectronica, Vintage-Funk, Synth-Pop und Jazz-Fusion ein Tribute an viele Georges – George Floyd, George Clinton, George Washington Carvers, George Sanders usw. usf. –, so setzt der Nachfolger „Looking for Consonance“ ästhetisch und musikalisch den eingeschlagenen Weg konsequent fort. Vielleicht klingt die Musik von GEORGE heute sogar noch technoider und elektronischer als vor drei Jahren, vielleicht ist der Kontrast zwischen dem konzentrieren Ton von Anna Webbers Saxofon, dem Fiepen und Zirpen der verschiedenen Synthesizer von Sarah Rossy und Chiquita Magic und der groovebasierten Unmittelbarkeit von Hollenbecks Schlagzeug noch größer geworden. Jedenfalls zeigt sich Konsonanz außerhalb des musikalischen Kontextes vor allem in der Abgrenzung und im Gegensätzlichen.

Anna Webber – sax/fl
Sarah Rossy – voc/synth
Chiquita Magic – synth/voc
John Hollenbeck – dr/comp

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In diesem Duosetting treffen zwei Einzelanfertigungen aufeinander. Da ist zum einen Sam Gendel, 1987 in Kalifornien geboren, der von der Plattensammlung seines Vaters als Kind mit dem Jazzvirus infiziert wurde, und das zum Anlass nahm, und nicht nur Altsaxofon zu lernen, sondern sich auch noch das Klavier- und Gitarrespielen selbst beizubringen. Gendel steht vor eine junge Generation von Musiker:innen, für die Jazz keineswegs ein apodiktisches Genre ist. Ganz im Gegenteil: Hört man seinen Jazz, fragt man sich vielleicht, ob das, was man da hört, überhaupt noch als Jazz zu identifizieren ist. Da ist zum anderen Sam Amidon, 1981 als Sohn von Folk-Eltern geboren, auch er ein Multiinstrumentalist, mit Gitarre, Banjo, Fiddle und Gesang. Er ist ästhetisch in der Roots Music weiß- und schwarzamerikanischer Provenienz verwurzelt. Doch auch für ihn ist das kein Diktum. Er öffnet sich gegenüber der Avantgarde einer improvisierten und komponierten Musik, er mag es, mit den Klangmöglichkeiten, die sich daraus ergeben, zu experimentieren. Die beiden kennen sich, Gendel war beispielsweise zu Gast auf Amidons Nonesuch-Album 2020.

Sam Amidon – gtr/gtr synth/b
Sam Gendel – gtr/gtr synth/b

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Das Konzert ist bestuhlt.

Mehr Infos zum Konzert und zur Barrierefreiheit finden Sie auf unserer Website.

Fotografieren ist grundsätzlich nicht erwünscht.

Location

Deutschlandfunk – Kammermusiksaal Raderberggürtel 40 50968 Köln

Organizer

Cologne Jazzweek Köln

Organizer | Festival

Cologne Jazzweek
Cologne Jazzweek Venloer Straße 40 50672 Köln

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