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Dragnet Girl - Stummfilm mit Live-Musik
FOTO: © © June Ueno

Dragnet Girl - Stummfilm mit Live-Musik

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Regie: OZU Yasujirô
1933, 120 Minuten, OmeU, DCP

Der Stummfilm bildet eine Ausnahme im Schaffen von Ozu. Als Gangsterfilm spielt er in der Hafenstadt Yokohama und zeigt die Verehrung von Ozu für frühe Kriminalfilme aus Hollywood und den Regisseur Josef von Sternberg. In Trenchcoats und mit Filzhüten ziehen die Protagonisten durch Straßen, verrauchte Billardhallen, Jazzclubs und Boxringe.
Im Mittelpunkt steht die schwierige Beziehung zwischen dem Kleinkriminellen Jôji und seiner Freundin Tokiko, gespielt von der damals 24-jährigen Tanaka Kinuyo. Tokiko arbeitet tagsüber als Schreibkraft und merkt, wie Jôji zunehmend von Kazuko fasziniert ist, deren Bruder neu zu der Ganovenbande gestoßen ist. Schwankend zwischen Eifersucht und Sympathie will Tokiko ihren Freund davon überzeugen, sein Leben als Krimineller aufzugeben.

Am Flügel: Daniel Kothenschulte

Daniel Kothenschulte ist Film- und Kunstkritiker, Kurator und Stummfilmpianist. Seit 2001 leitet er das Ressort Film im Feuilleton der Frankfurter Rundschau. Er war Katalogautor bei Ausstellungen zum Anime (Deutsches Filmmuseum, Frankfurt 2008) sowie Miyazaki Hayao (Academy Museum, Los Angeles 2021) und hat mehrere Bücher veröffentlicht.

Filmreihe
Ozu Yasujirô (1903 - 1963)
Eine Hommage an die japanische Regie-Legende

Ozu Yasujirô zählt zu den international renommiertesten Regisseuren Japans. Aus Anlass seines 120. Geburtstages, den er in diesem Jahr feiern würde, hat die Produktionsgesellschaft Shôchiku gemeinsam mit der Japan Foundation mehrere Werke digital restauriert, von denen wir sechs vorstellen. Ergänzt wird die Reihe durch TOKYO-GA von Meisterregisseur Wim Wenders.

Der Perfektionist Ozu entwickelte eine unverwechselbare Filmästhetik, die er mit strikter Konsequenz verfolgte. Charakteristisch sind Kameraeinstellungen, bei denen das Geschehen in Augenhöhe eines auf dem Boden Sitzenden aufgenommen wurde, wobei Ozu grundsätzlich ein 50mm-Objektiv verwendete. Auch leistete er ganz bewusst Verzicht auf Überblendungen, Kamerafahrten oder Schwenks und beschränkte sich auf starre Einstellungen und einfache Schnitte.

In nahezu allen Filmen thematisierte Ozu die komplexen Beziehungen innerhalb einer Familie und schilderte die vielschichtigen emotionalen Verflechtungen zwischen den verschiedenen Generationen.
Sowohl hinter als auch vor der Kamera verband ihn die Zusammenarbeit mit einem eingespielten und profilierten Team, viele seiner Schauspielerinnen und Schauspieler zählten zu den Stars ihrer Zeit.

Die Reihe ist eine Kooperation mit dem Arsenal - Institut für Film und Videokunst e.V. in Berlin, dem Metropolis Kino, Kinemathek Hamburg e.V. sowie dem Filmhaus Nürnberg im KunstKulturQuartier.

Preisinformation:

Eintritt frei

Location

Japanisches Kulturinstitut Köln Universitätsstraße 98 50674 Köln
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