Draußen vor der Tür
„Ein Stück, das kein Theater zeigen will und kein Publikum sehen möchte.“
— Wolfgang Borchert
Beckmann kommt aus dem Krieg zurück. Drei Jahre Gefangenschaft liegen hinter ihm, doch zu Hause wartet kein Ankommen. Die Stadt ist fremd, die Menschen verschlossen, die Türen bleiben zu. Selbst der Tod weist ihn ab. Beckmann will die Verantwortung derer, die unter seinem Befehl gestorben sind, zurückgeben. Er sucht nach Schuld, nach Sinn, nach einem Ort, an dem er bleiben darf. Doch jede Begegnung endet an einer Schwelle: Draußen vor der Tür.
In dieser Solo-Inszenierung wird Borcherts Stück nicht einfach nur schauspielerisch ergründet, sondern auch erzählt, verdichtet und hinterfragt. Ein einzelner Schauspieler schlüpft in die Figuren, fasst Szenen zusammen, bleibt stehen, geht tiefer hinein – und wieder hinaus, um das Erlebte zum Teil auch gemeinsam mit dem Publikum zu reflektieren. Dabei gibt es keinen festen Text: Die Aufführung arbeitet mit freiem Erzählen und Momenten der Improvisation, wodurch jede Vorstellung ein eigenes, lebendiges Profil erhält.
Was wäre, wenn Entscheidungen anders fielen?
Was ist richtig, was falsch?
Und wer entscheidet darüber?
Am Ende steht ein Gerichtsprozess – und vielleicht betritt sogar Gott selbst die Bühne, nicht um Antworten zu geben, sondern um Fragen zu stellen.
So wird diese Inszenierung von Draußen vor der Tür zu einer Vorstellung, die die Geschichte nicht abschließt, sondern öffnet – für unsere Gegenwart. Es ist ein Stück, das fragt, was bleibt, wenn jemand heimkehrt und niemand mehr da ist, der ihn erwartet.
PREMIERE 23.04. 26, 19 Uhr Gewölbe Beyerhaus Leipzig
Regie und Spiel: David Leubne
Preisinformation:
15 € regulär 12 € ermäßigt
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