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ECTIO & Mother Bear

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Kurt Cobain sagte einmal: Das einzige Batikshirt, das er tragen würde, wäre mit dem Blut von Jerry Garcia gefärbt. Und die Stoner-Doom-Band Mother Bear klingt genau danach: irgendwo zwischen Patchouli und Pisse, zwischen einer durchgebrannten Röhre im Gitarrenverstärker und einer umgetretenen Acryl-Bong.

Die Riffs sind so knochentrocken wie der dauerhafte Pappmaulgeschmack eines pickligen Teenagers. Kevins Basssound ist schwerer als die Last, in der Schule gemobbt zu werden, weil man Fantasybücher liest. Sänger Jonas klingt, als würde er sich durch seine schmierige Kehle noch einen Rest Pernod vom Vorabend runterkippen, und Florians Snare erinnert an das dumpfe Geräusch, das du das letzte Mal gehört hast, als deine Ex-Freundin dir bei einem Streit einen schweren Glas-Aschenbecher an den Schädel geworfen hat. Mit ihrem zweiten Album „Orm 2“ zeigen die drei Loser aus Dortmund eindrucksvoll, dass man nicht aus Louisiana, Palm Desert oder Dorset kommen muss, um langweilige Doom-Songs über Fantasyromane zu schreiben und das Schimmelproblem im Proberaum zu ignorieren. Der Soundtrack für Leute, deren einziger zwischenmenschlicher Kontakt darin besteht, regelmäßig die Kassiererin im Supermarkt anzuschreien, für 30-Jährige, die noch immer auf vollgesoffenen Halfpipes rumhängen und keinen Unterhalt zahlen oder einfach zu schüchtern sind zuzugeben, dass sie viel lieber Walter Moers lesen würden, als mittelmäßige Sexploitation-Filme mit halbhartem Schwanz zu schauen.

Verpiss dich aus meinem Zimmer, Mama!

Location

Weststadthalle Thea-Leymann-Straße 23 45127 Essen

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