Das Buch “May Ayim. Radikale Dichterin und sanfte Rebellin” erschien zum 25. Todestag von May Ayim, die 1996 aus dem Leben ging. Familienmitglieder aus Ghana, den USA und Deutschland sowie Freund*innen, Kolleg*innen und Mitstreiter*innen schildern persönliche Begegnungen mit May Ayim. Darüber hinaus enthält der Band bislang unveröffentlichte Gedichte, Vorträge und Aufsätze von May Ayim sowie eine Vielzahl von Farbfotografien. Er zeichnet ein detailliertes Bild des facettenreichen Lebens der Autorin und bezeugt die Vielfältigkeit ihres Schaffens und Wirkens.
Die Dichterin, Autorin und Wissenschaftlerin May Ayim (1960 bis 1996) war eine der VorreiterInnen der Schwarzen Deutschen Bewegung und wurde mit ihrer Forschung zur Geschichte und Gegenwart Afro-Deutscher und mit ihrer politischen Lyrik im In- und Ausland bekannt. Sie schrieb sich ein in die Tradition des Sprechgesangs und fühlte sich mit anderen Schwarzen DichterInnen der Diaspora stark verbunden. In Berlin wurde 2010 eine Straße in unmittelbarer Nähe zur Oberbaumbrücke nach ihr umbenannt, die vorher den Namen eines Kolonialisten hatte: das May-Ayim-Ufer.
Im Anschluss sehen wir den Film “Hoffnung im Herz. Mündliche Poesie – May Ayim” (D 1997, 29 min, Regie: Maria Binder), der Etappen des Lebens von May Ayim dokumentiert und sie in bewegenden Performances in Südafrika und in Deutschland zeigt.
Vorgestellt wird das Buch von Ika Hügel-Marshall und Dagmar Schultz, zwei Wegbegleiterinnen und Mitherausgeberinnen des Buches.
Moderatorin des Abends ist die TV Journalistin und Podcasterin Georgina Fakunmoju.
May Ayim. Radikale Dichterin, sanfte Rebellin
Hg. Ika-Hügel-Marshall, Nivedita Prasad, Dagmar Schultz
Unrast Verlag, 2021
www.museen-tempelhof-schoeneberg.de
Für den Besuch der Veranstaltung gelten die tagesaktuellen Hygiene-Regeln. Anmeldung unter: museum@ba-ts.berlin.de