Ein Gentleman auf Schlesien-Reise. Die Briefe des John Quincy Adams

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Auf den Spuren von John Quincy Adams: Eine Reise durch Schlesien um 1800

Im Jahr 1800 bricht John Quincy Adams von Berlin aus zu einer Reise nach Schlesien auf. Adams ist damals Diplomat, später wird er Präsident der Vereinigten Staaten. Eigentlich wollte er nur seinem Bruder schreiben, doch seine englischen Reisebeschreibungen erscheinen schon ein Jahr später als Buch. Sie werden sogar ins Deutsche und Französische übersetzt, denn die Beobachtungen dieses gebildeten Weltreisenden faszinieren das Publikum.

Adams sucht seinen Platz in einer Welt im Umbruch und bewegt sich durch eine Region, die vielen noch fremd ist. Er schaut als Diplomat besonders darauf, wie in Schlesien produziert wird und welche wirtschaftlichen Chancen sich ergeben könnten. Die überlieferten Machtstrukturen Europas wirken auf ihn veraltet. Der preußische Staat kommt ihm vor, als sei er im Zeitalter Friedrichs des Großen stehengeblieben. Gleichzeitig nimmt er aufmerksam wahr, wie Menschen leben, arbeiten, reisen und denken.

Die Ausstellung im Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg lädt Besucherinnen und Besucher ein, Adams Reise nachzuerleben. Auf historischen Karten lässt sich der Weg nachverfolgen: von Berlin nach Grünberg, weiter ins Hirschberger Tal, hinauf zur Burgruine Kynast, über die Schneekoppe und schließlich nach Schmiedeberg und Breslau. Interaktive Stationen laden ein, mit Feder und Tinte selbst zu schreiben oder das Reisen um 1800 aus Adams Perspektive zu erkunden. Seine Beschreibungen machen sichtbar, wie persönlich und kulturell geprägt jeder Blick auf das Fremde ist. Das gilt damals im Pferdewagen genauso wie heute im Flugzeug oder mit dem Smartphone in der Hand.

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