Vier Gedichte der jüdischen Kölner Lyrikerin Hilde Domin sind an diesem Abend erstmals als Chormusik zu hören – ein besonderer Moment zum Auftakt des Festivals. Ihre Sprache, geprägt von Exil, Rückkehr und Hoffnung, trifft auf den Klang des Kammerchors des Kölner Männer-Gesang-Vereins.
Vertont wurden die Texte von dem zeitgenössischen Komponisten Shay Cohen und werden hier uraufgeführt – ein seltenes Konzerterlebnis, das es so nur an diesem Abend gibt.
Doch dabei bleibt es nicht: Das Programm öffnet sich in viele Richtungen. Chormusik von klassischem Repertoire bis zu den Comedian Harmonists verbindet unterschiedliche Klangwelten. Mit Sharon Brauner & The Toy Goys kommen jiddische Chansons hinzu, die das Leben feiern und dem Abend eine ganz eigene Leichtigkeit geben.
Durch den Abend führt die mitreißende Sharon Brauner und verbindet die unterschiedlichen musikalischen Welten miteinander.
Und dann ein Klang, den man so kaum kennt: der Schofar. Gespielt von Bar Zemach, Artist in Residence 2026, wird das jahrtausendealte jüdische Instrument hier erstmals als Konzertinstrument hörbar – virtuos, melodisch und überraschend.
So entsteht eine außergewöhnliche Verbindung von Lyrik, Chor, jiddischem Lied und Schofar – vielschichtig, kontrastreich und in dieser Form einmalig in Köln.
Kammerchor Kölner Männer-Gesang-Verein
Leitung: Bernhard Steiner
Bar Zemach – Shofar & Horn
Shay Cohen – Komposition & Klavier
29/18€ & 23/12€