Unsere liberale Demokratie ist zur Zeit vielfältigen Herausforderungen ausgesetzt. Markus Gabriel, einer der bekanntesten deutschen Philosophen und Professor an der Universität Bonn, hält »moralischen Fortschritt in dunklen Zeiten« dennoch für möglich. Er macht sich stark für eine »neue Aufklärung« und versteht unter Demokratie nicht bloß das Zusammenspiel komplizierter bürokratischer Verfahren, sondern das gemeinsame Ringen um Lösungen, auf die sich alle unter Berücksichtigung eines universal gültigen Wertekanons verständigen können. In seinem Eröffnungsvortrag untersucht Markus Gabriel die Grundlagen und Bedingungen unseres demokratischen Miteinander. Er denkt nach über Kunst und Kultur als Raum, in dem Mehrdeutigkeiten ausgehalten und abgewogen werden und moralisches Urteilen spielerisch eingeübt wird.