Nigamon und Tunai – zwei Worte für „Lied“ in den Sprachen der in Kanada lebenden Anishinaabe und der Inga aus Kolumbien. Über Kontinente verbunden durch Freundinnenschaft und Widerstand schaffen Émilie Monnet und Waira Nina ein poetisches Manifest gegen Extraktivismus. Im kolumbianischen Amazonas zerstört der Kupferabbau – auch durch kanadische Firmen – ganze Lebensräume. Kupfer wird hier zum Resonanzkörper: Es steht für unsichtbare Lieferketten, koloniale Kontinuitäten und macht globale Verflechtungen hörbar. Umgeben von Bäumen und Wasser, von Gesang und Musik, lädt diese sinnliche Performance dazu ein, dem klingenden Kupfer und einander zuzuhören.