FOTO: © Mainfranken Theater

FIDELIO

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Oper von Ludwig van Beethoven

Florestan ist verschwunden. Seine Frau Leonore ahnt, dass er als politischer Gefangener in jenem Staatsgefängnis schmachtet, über das Florestans Widersacher Don Pizarro als Gouverneur wacht. Als Mann verkleidet und unter dem Namen Fidelio nimmt Leonore eine Stelle als Gehilfe des Kerkermeisters Rocco an, um Gewissheit zu erlangen – und Florestan zu retten. Eine Nachricht des Ministers kündigt eine Inspektion an, da im Gefängnis willkürliche Gewalt vermutet wird. Pizarro fühlt sich bedroht und plant die heimliche Ermordung Florestans, Rocco und Fidelio sollen im Verlies sein Grab schaufeln. Als Pizarro dort selbst mit gezucktem Dolch erscheint, gibt sich Leonore als Frau zu erkennen und zieht in höchster Not eine Pistole …

Mit Fidelio gelang Beethoven eine Oper, die über das persönliche Schicksal ihrer Figuren hinausweist: ein Plädoyer für Freiheit, Gerechtigkeit und die Überwindung von Tyrannei. In seiner Kompromisslosigkeit erscheint Fidelio als leuchtendes Gegenbild zu Cherubinis tragischer Medea (1797), die das Mainfranken Theater vergangene Saison neu herausbrachte. Beide Werke entstanden im Abstand von acht Jahren, beide spiegeln auf je eigene Weise Triumph und Tragik, Ideale und Verheerungen der Französischen Revolution. Beethoven bewunderte Cherubini zutiefst, der seinerseits dem jüngeren Kollegen die Ehre erwies und der Uraufführung des Fidelio in Wien am 20. November 1805 beiwohnte. Ihren Siegeszug auf den Opernbuhnen der Welt trat Beethovens einzige Oper jedoch erst mit der überarbeiteten Fassung vom 23. Mai 1814 an.

Location

Theaterfabrik Blaue Halle - Mainfrankentheater Alfred-Nobel-Straße 33 97080 Würzburg