FOTO: © Astrid Weichelt "Küchenpartitur" (für Johanna Kinkel) Ausschnitt

Film KOMPONISTINNEN

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Das sagt der/die Veranstalter:in:

Eine filmisch-musikalische Spurensuche der Pianistin Kyra Steckeweh und des Filmemachers Tim van Beveren. Der mehrfach preisgekrönte Dokumentarfilm gibt Einblick in das Leben und Schaffen von Mel Bonis, Lili Boulanger, Fanny Hensel und Emilie Mayer - vier Namen, die heute kaum jemand kennt. 

https://komponistinnen.com

Eine Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung TonArt Komponistinnen

Kyra Steckeweh ist 1984 in Bonn geboren. Die Pianistin hat sich vor allem dem Werk von Komponistinnen verschrieben. Der Filmemacher und Journalist Tim van Beveren begleitete die Musikerin auf der Spurensuche von Komponistinnen wie Fanny Hensel, Emilie Mayer, Lili Boulanger und Mel Bonis. Steckeweh hat in Freiburg und Salzburg Klavier und Instrumentalpädagogik studiert. Um die von ihr entdeckten Kompositionen zu editieren und zu spielen, qualifizierte sie ihre musikphilologischen Kompetenzen an der Hochschule für Musik Freiburg im Bereich der historisch-kritischen Notenedition. So publizierte sie beispielsweise Klavierwerke der Komponistin Agnes Tyrrell (1846-1883). Ihr neuestes Bühnenprogramm stellt die kroatische Komponistin Dora Pajačević (1885-1923) vor.

https://www.kyrasteckeweh.de

Tim van Beveren, 1961 in Düsseldorf geboren, ist Journalist, Sachbuchautor, Filmregisseur und -Produzent. Er arbeitete für SPIEGEL, FOCUS, SÜDDEUTSCHE ZEITUNG, DIE ZEIT, DIE WELT, STERN und viele andere Printmedien im In- und Ausland, sowie für das öffentlich-rechtliche Fernsehen. 2018 drehte er mit der Pianistin Kyra Steckeweh den Dokumentarfilm „Komponistinnen“. Der Film wurde bei den New York Movie Awards ausgezeichnet. 2020 erhielten van Beveren und Steckeweh den OPUS KLASSIK in der Kategorie „audiovisuelle Produktion“, sowie den 1. Preis im Wettbewerb „Musique est une femme“  der Temat Aktualny Kultura, Polen. https://timvanbeveren.de/

Mel Bonis (1858-1937) wurde in Paris geboren. Aus kleinbürgerlichen Verhältnissen stammend, mussten ihre Eltern überredet werden, die begabte Tochter am Pariser Conservatoire studieren zu lassen. Früh in die Ehe gedrängt, unterbrach sie ihre musikalische Karriere und arbeitete als Verkäuferin. Später entstanden, gefördert durch ihre außereheliche Beziehung zu dem Musiker Amédée Hettich, zahlreiche Kompositionen. 1899 trat Bonis der Société des Compositeurs bei. Sie hinterließ ein reiches Werk aus zirka 300 Kompositionen.

Lili Boulanger (1893-1918) wurde in eine Musikerfamilie in Paris geboren. Ihre Mutter war Sängerin, der Vater Komponist, die ältere Schwester Komponistin und Dirigentin. Die Familie hatte gute Beziehungen zu vielen anderen Künstler:innen ihrer Zeit, u. a. zu Charles Gounod, Jules Massenet und Camille Saint-Saëns. Lili Boulanger lernte Orgel, Klavier, Violoncello, Violine und Harfe spielen. Kompositionsunterricht erhielt sie bei Gabriele Fauré. Als erste Frau erhielt sie 1913 die höchste Auszeichnung, den premier grand prix beim renommierten Prix de Rome. Zeitlebens hatte sie mit schweren gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Sie starb mit nur 24 Jahren. Ihr bedeutendstes Werk Pie Jesu schrieb sie in einem Zustand großer Schwäche. Obwohl ihre Schwester hart daran arbeitete, das Werk von Lili Boulanger öffentlich bekannter zu machen, geriet sie in Vergessenheit. In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden ihre Kompositionen wiederentdeckt und auf Tonträgern verbreitet.

Fanny Hensel (1805-1847) ist als Schwester des Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy und Enkelin des Philosophen Moses Mendelssohn ist einem größeren Publikum bekannt geworden. Ihre Werke werden seit den 1980er Jahren erst erforscht. Ihr 150. Todestag 1997 und der 200. Geburtstag 2003 waren Anlass für wissenschaftliche und populärwissenschaftliche Publikationen. Zu Lebzeiten war es Fanny Hensel untersagt, ihr kompositorisches Werk zu veröffentlichen. Lediglich in privaten Salons durfte sie es zur Aufführung bringen. Fanny Hensel war Pianistin, Komponistin und Dirigentin. Als Komponistin arbeitete sie auch mit ihrem Bruder zusammen.

Emilie Mayer (1812-1883) gehört zu den bedeutendsten Komponistinnen des 19. Jahrhunderts. Zu Lebzeiten galt sie als der „weibliche Beethoven“ und war hochgefeiert. Im Unterschied zu Mel Bonis und Fanny Hensel wurde ihre musikalische Begabung von den Eltern gefördert. Sie durfte ihre Werke aufführen und das tat sie auch. Wo immer sie spielte, ob in Brüssel, Budapest, Stettin, Leipzig oder Lyon, begeisterte sie ihr Publikum. Sie schuf Kammermusikwerke und Sinfonien und eine „Ouverture zu Faust“. In Berlin führte sie ein offenes Haus, in dem auch bedeutende Persönlichkeiten des gesellschaftlichen Lebens ein- und ausgingen.

 

 

 

Teilnahmebedingungen für Gewinnspiele

Location

GALERIE AMALIENPARK | RAUM FÜR KUNST
Breite Straße 23
13187 Berlin

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