Mit Filme im Dialog startet in der GEH8 eine neue Filmreihe in Dresden, die den Blick auf das Kino als Gesprächsraum richtet. An den Veranstaltungsabenden werden zwei Filme hintereinander gezeigt, die inhaltlich, ästhetisch oder thematisch miteinander verknüpft sind. Zwischen den Vorführungen gibt es eine Pause, die Raum für Austausch, Begegnung und erste Gespräche eröffnet. Um diesen Austausch nicht bei knurrendem Magen führen zu müssen, werden durch das Team des GEH8-Ateliercafés OTTO Speisen und Getränke angeboten.
Das Besondere an Filme im Dialog ist die offene Form der Ankündigung: Die Titel der Filme werden im Vorfeld nicht verraten, sondern nur in assoziativen Umschreibungen angedeutet. Dadurch wird die Neugier der Besucherinnen und Besucher geweckt (ähnlich wie bei Sneak Previews im Kino) und ein freier Zugang zu den Filmen ermöglicht ‒ ohne Erwartungshaltung, sondern mit Aufmerksamkeit für die Resonanzen, die zwischen den beiden Werken entstehen. Der passend gestaltete Raum und die für den jeweiligen Abend zubereiteten Speisen bereichern den Austausch miteinander
Kuratiert und moderiert wird jeder Abend durch Heinz Schmöller und Christoph Ziener. Sie stellen die Filme in einen größeren Zusammenhang, skizzieren ein übergeordnetes Thema und liefern Impulse für die anschließende Betrachtung. So werden die Abende nicht nur zu Kinovorführungen, sondern zu kuratierten, sinnlich erfahrbaren Dialogräumen, in denen Filme miteinander ins Gespräch treten ‒ und das Publikum eingeladen ist, dieses Gespräch weiterzuführen.
Zu den Filmen am Freitag, 19. Juni 2026:
Film 1
Ein Mann lauscht den Klängen der Stadt – und findet darin den Code ihrer Kontrolle. In einer Welt aus sirrendem Neonlicht und Fließbandrhythmus sucht er im Rauschen der Maschinen nach
Rebellion. Geräusche werden zu Waffen, Rhythmen zu Eingriffen ins Bewusstsein. Figuren treiben durch ein Netz aus Klang, Kontrolle und unterschwelliger Bedrohung. Nichts ist stabil, alles ist Frequenz – und irgendetwas sendet zurück.
Film 2
Ein Hofnarr durchstreift ein Reich im Verfall. Masken, Rituale und groteske Spiele führen ihn durch eine Welt, die ihren Untergang feiert. In märchenhaften Bildern, die zwischen Theater, Malerei
und Traum oszillieren, entwickelt sich eine Parabel auf Macht und Bedeutungslosigkeit – ein Totentanz von magischer Langsamkeit, von bleicher Schönheit und stiller Melancholie.
Wann: Freitag, 19. Juni 2026
Uhrzeit: 18 Uhr
Ort: GEH8 Seminarraum
Gefördert durch die Landeshauptstadt Dresden.