Mit Oliver Wellmann (he/him), Künstler und Anna Bitter (she/her), Filmwissenschaftlerin/Filmemacherin
Gewöhnlich stehen Modell und Ausstellung in einem räumlichen Nebeneinander. Der finalen Ausstellung vorausgehend, lassen sich im Modell gestalterische Möglichkeiten und Kuration simulieren, die bis zur finalen Entscheidung immer wieder aufgebaut und verworfen werden können. Neben der Zeichnung nutzt Enrico David ein solches architektonisches Modell (Diorama) als Ausgangspunkt seiner künstlerischen Arbeit. Im Diorama tauchen künstlerische Arbeiten in Miniatur auf, ohne dabei als Platzhalter oder Surrogat für die eigentliche Skulptur im Realraum zu agieren. Vielmehr bildet das Modell eine Lesart der Ausstellung, die selbst dioramatisch erscheint und den Blick auf das Verhältnis von Raum zu den darin befindlichen Körpern zu lenken beginnt. Die Platzierung der Skulpturen, das Spiel mit Leere und Platz, spielen dabei eine wichtige Rolle. Die Ausstellung wird so selbst zur Reflexion der Kulturinstitution Museum und kehrt das Platzieren von Objekten im White Cube in dessen Befragung um. Im Dialog zwischen den großen Objekten und der großen Halle in den KW, werden wir Enrico Davids kleinformatige Dioramen, als auch Aspekte der Simulation und ihr Ausgreifen auf umfassendere Raumfragen diskutieren.
In deutscher Sprache
Anmedung unter: mediation@kw-berlin.de
Die Teilnahme ist im Ausstellungsticket enthalten.
Begrenzte Teilnehmer*innenzahl.