Das sagt der/die Veranstalter:in:
Wie entstehen Gemeinschaft, Freiheit und Euphorie? Um das herauszufinden, werfen die Performer*innen des Berliner Kollektivs She She Pop einen faszinierten Blick auf das Orchester der Jungen Deutschen Philharmonie. Sie entdecken einen monströsen kollektiven Körper – ein vielarmiges, aus multipler Lunge blasendes, hoch expressives Wesen – und zugleich eine vielstimmige, kreative Gemeinschaft wie sie selbst. Anders als She She Pop sind die Musiker*innen hochspezialisiert und engagieren sich für die gemeinsame Sache: streng arbeitsteilig, den Blick abwechselnd fokussiert auf die Person am Dirigierpult oder den Notentext, dessen Zeichen korrekt umzusetzen sind.
Woher stammt die Euphorie, die diese besondere kollektive Praxis bei Beteiligten und Publikum offenbar freisetzt? Was ist der Preis? Was ist mit den inneren Widersprüchen, Eigenheiten und besonderen Fähigkeiten – nicht zu reden von den Hemmungen, Unzulänglichkeiten, persönlichen Sorgen und Zweifeln? Wie und wo klingen die?
Für jedes biennal stattfindende Konzertformat Frei_Spiel entscheidet sich die Junge Deutsche Philharmonie für Kooperationen mit anderen Künsten sowie die Freiheit, sich auf ein künstlerisches Experiment spielerisch einzulassen. Für Das große Ganze entstehen nun, entlang der musikalischen Werken von Diana Syrse, Darius Milhaud und Grazyna Bacewicz, eigene Partituren, in denen der kollektive Körper des Orchesters und die individuellen Perspektiven der beteiligten Musiker*innen in Dialog treten. Ein Selbstversuch im Kollektiv, in dem die Spannung zwischen Dienst und Ausdruck, zwischen individueller Aufgabe und gemeinschaftlicher Freiheit zu Gehör gebracht wird.
Preisinformation:
Solidarisches Preissystem (frei wählbar): 12 € / 21 € / 36 € / 45 €
Location
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