Zu Beginn unseres Jahrhunderts konnte man noch glauben, Europa stehe eine Epoche der Öffnung bevor. Heute, ein Vierteljahrhundert später, sind wir in einer anderen Realität angekommen. Migranten begegnen wir mit Misstrauen, und Russlands Ukraine-Krieg beobachten wir fassungslos. Martin Gross verfolgt die Spuren dieser Entwicklung in seiner Freundschaft mit einem russischen Weggefährten und einem irakischen Geflüchteten. Er beschreibt die Konflikte und Berührungspunkte in langjährigen Beziehungen mit Freunden, die sich trotz allem fremd blieben, oder mit Fremden, die doch zu Freunden wurden.