Am 8. Mai 1945 endete der 2. Weltkrieg. 81 Jahre später sind die Kriegsgefahren und die Sorge vor Ausweitungen von Kriegshandlungen in ganze Regionen größer denn je. In diesen schwierigen politischen Zeiten, in denen die Instrumente und Institutionen einer regelbasierten Ordnung mehr denn je gefährdet sind, will die SÜDWIND-Tagung einen Beitrag zur Standortbestimmung leisten.
Spätestens seit dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine wurden die Stimmen in Deutschland und Europa immer lauter, die den schlechten Zustand der Militärs in Europa bemängeln. Fehlende Ausrüstung für die Soldat*innen, mangelnde Waffen und nicht funktionstüchtige Kriegsgeräte wurden beklagt. Mit Regierungsübernahme durch die zweite Trump-Administration wurde der Druck auf die NATO-Mitgliedsländer noch weiter erhöht, den Anteil der Rüstungsausgaben anzuheben. Nachdem nun die Trump-Administration in ihrer jüngsten viel diskutierten Sicherheitsstrategie deutlich die Verantwortung für die Sicherheit Europas von sich wies, die NATO als solche in Frage stellte und stattdessen einen USA-geführten Sicherheitsrat etabliert, steigt die Nervosität in Europa. Daher werden die Stimmen lauter, die in punkto Militärausrüstung den Ausweg aus dieser schwierigen Situation in deiner zunehmenden Unabhängigkeit der EU von den USA fordern. Europa müsse eine eigene Rüstungsindustrie aufbauen, um nicht den Zoll-Fantasien etc. einer nur schwer kalkulierbaren US-Politik ausgeliefert zu sein.
Die SÜDWIND-Tagung am 08.05.2026 untersucht Europas Sicherheitslage, Rüstungsinvestitionen und Strategien für eine nachhaltige Friedenssicherung.
Programm
Anmeldung: https://www.suedwind-institut.de/informieren/veranstaltungen/anmeldung-frieden-und-sicherheit