Das sagt der/die Veranstalter:in:
Raoul Peck, Frankreich, Belgien, Haiti, Deutschland 2000, 112 Minuten, OmU
Sprache: Französisch mit deutschen Untertiteln
An der Berliner Konferenz von 1885 teilte Europa den afrikanischen Kontinent unter sich auf. Der Kongo wurde zum persönlichen Eigentum des Königs Leopold II. von Belgien. Am 30. Juni 1960 wurde ein junger Nationalist mit Namen Patrice Lumumba der erste Regierungschef in einem neuen, so genannt unabhängig gewordenen Staat. Zwei Monate sollte er in seinem Amt bleiben, bis er mit tatkräftiger Unterstützung aus den USA und aus Europa verschleppt und niedergemacht wurde. An seiner statt wollte man lieber eine Marionette, und so wurde Kolonel Joseph Mobutu bar jeglicher Erfahrung ins Amt gehoben.
Die Geschichte von Patrice Lumumba ist die Geschichte einer der wichtigsten Figuren der schwarzafrikanischen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Raoul Peck, der als Jugendlicher selber im Kongo gelebt hatte und bereits einen Dokumentarfilm zu Lumumba drehte, erzählt sie uns mit der grossen Geste des Dokudramas. Ein Lehrstück darüber, wie die so genannt zivilisierte Welt mit Regionen umspringt, die sie in die so genannte Unabhängigkeit entlässt. Diese Geschichtslektion ist auch Gegenwart.
Unsere diesjährige Frischluftkino-Reihe findet unter dem Motto "Herrschaft. Widerstand. Erinnerung - Imperialismus & Kolonialismus" statt. Freut euch auf super spannende Filme!
Jeden Freitagabend, vom 03. Juli - 04. September 2026, auf der Terrasse im EineWeltHaus (bei Regen im Haus).
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