Das protestantisch geprägte Mittel- und Ostdeutschland brachte über Jahrhunderte eine Vielzahl an Komponisten hervor und bot diesen ein reges musikalisches Umfeld. Das Programm legt den Fokus auf die Instrumentalmusik im Spätbarock. Den Ausgangspunkt bilden Georg Philipp Telemann und Johann Sebastian Bach, zwei der heute wohl bekanntesten Komponisten ihrer Epoche. Aber auch Werke weiterer, zu unrecht vergessener Zeitgenossen gilt es zu entdecken, so beispielsweise Johann Adolph Hasse.
Den Zeitgeschmack aufgreifend verfassten auch etliche Komponisten Traktate als Lehrwerke für den interessierten Laienmusiker, die heute wichtige Zeitdokumente und Quellenwerke darstellen. So beispielsweise Johann Joachim Quantz, der eine ausführliche Anleitung zum Traversflötenspiel verfasst und dabei auch darauf eingeht, wie dem guten Geschmacke entsprechend zu komponieren und zu musizieren sei.
Die ausgewählten Werke spiegeln einen kompositorischen und gesellschaftlichen Umbruch wider. Obwohl noch ganz im Duktus der Barockzeit, erweitern die Komponisten Grenzen und weichen Regeln sukzessive auf. So entsteht eine ganz neue Klangsprache, die mit Galanterie und Empfindsamkeit die Klassik vorausdeutet.
Euphoria Barock:
Anne Hönig, Blockflöte
Ruth Lehmann, Barockvioloncello
Connor Leinweber, Cembalo
Preisinformation:
Eintritt frei, um Spenden wird gebeten.
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