FOTO: © Shelly Kupferberg, Foto: © David Frank, Asal Dardan, Foto: © Cihan Çakmak, Lena Gorelik, Foto: © Charlotte Troll, Dietmar Süß, Foto: © Klaus Satzinger-Viel, Fotostelle Universität Augsburg

Gegenwehr im Jetzt | Asal Dardan, Lena Gorelik, Dietmar Süß und Shelly Kupferberg

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Warum aus Erinnern Handeln werden muss: Die Deutschen bezeichnen sich als ‚Erinnerungsweltmeister‘ – und doch feiert die AfD historische Wahlerfolge. Im Rahmen eines Gesprächs mit Shelly Kupferberg und in drei Essays beschäftigen sich die renommierten Autorinnen Asal Dardan, Lena Gorelik und der Historiker Dietmar Süß damit, ob sich etwas aus der Vergangenheit lernen lässt, warum Erinnerung hierarchisch ist, wen sie ausschließt, wann sie nur noch der Entlastung oder als Immunisierungsstrategie dient, wie kritisch, solidarisch, demokratisch Erinnerung eigentlich ist und warum sie so leicht instrumentalisiert werden kann. Und sie kommen zu dem Entschluss: Wir müssen Erinnern als tägliches, selbstkritisches Handeln begreifen, und als Verantwortung. Statt ‚Nie wieder‘ als leere Formel braucht es eine ‚Gegenwehr im Jetzt‘.

Über unsere Gäste

Asal Dardan, geboren 1978 in Teheran, wuchs in Köln, Bonn und Aberdeen auf. Sie studierte Kulturwissenschaften in Hildesheim und Nahoststudien in Lund und lebt heute in Berlin. Für ihren Text Neue Jahre wurde sie mit dem Caroline-Schlegel-Preis für Essayistik ausgezeichnet. Ihr Essayband Betrachtungen einer Barbarin (2021) war für den Deutschen Sachbuchpreis und den Clemens-Brentano-Preis nominiert. Im Mai 2023 hielt sie die erste Erika-Mann-Lecture an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Zuletzt erschien von ihr Traumland: Eine Spurensuche in deutscher Vergangenheit und Gegenwart (2025).

Lena Gorelik, 1981 in St. Petersburg geboren, kam 1992 mit ihren Eltern nach Deutschland. Ihr Roman Hochzeit in Jerusalem (2007) war für den Deutschen Buchpreis nominiert, der vielgelobte Roman Mehr Schwarz als Lila (2017) für den Deutschen Jugendbuchpreis. Regelmäßig schreibt Lena Gorelik Beiträge zu gesellschaftlichen Themen, u.a. für die Süddeutsche Zeitung oder Die Zeit. 2024 wurde sie mit dem Heinrich-Mann-Preis für Essayistik ausgezeichnet, 2026 mit dem Preis der Literaturhäuser. Im selben Jahr erschien Alle meine Mütter, ein neuer Roman. Sie lebt in München.

Dietmar Süß, geboren 1973 in Neuss, ist Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Augsburg. Seine mehrfach ausgezeichneten Forschungen beschäftigen sich mit der Geschichte der sozialen Bewegungen, der Geschichte der Arbeit und des Nationalsozialismus. Zu seinen Veröffentlichungen zählen unter anderen: Tod aus der Luft. Luftkrieg und Kriegsgesellschaft in Deutschland und England (2011) Ein Volk, ein Reich, ein Führer. Die deutsche Gesellschaft im Dritten Reich (2017), Der seltsame Sieg. Das Comeback der SPD und was es für Deutschland bedeutet (2022).

Shelly Kupferberg, geboren 1974 in Tel Aviv, ist in Westberlin aufgewachsen und hat Publizistik, Theater- und Musikwissenschaften studiert. Sie ist Journalistin und moderiert für Deutschlandfunk Kultur und RBB radio3 Sendungen zu Kultur und Gesellschaft. Ihr erstes Buch Isidor war ein Erfolg bei Publikum und Presse. Shelly Kupferberg lebt mit ihrer Familie in Berlin.

Teilnahme kostenfrei. Keine Anmeldung notwendig.

Preisinformation:

Keine Anmeldung notwendig.

Location

NS-Dokumentationszentrum Max-Mannheimer-Platz 1 80333 München
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