Impulsvortrag Stephan Suschke. Anschließend im Gespräch mit Corinna Harfouch und Mark Lammert
Moderation Nikolaus Müller-Schöll
Am 30. Dezember 1995 starb Heiner Müller. Die Zeit bis zu seiner Beerdigung am 16. Januar 1996 entwickelte sich zu einem Ereignis. Volksbühne und Berliner Ensemble veranstalteten Anfang Januar tagelang Lesungen von Müller-Texten mit Schauspielerinnen und Schauspielern aus Ost und West. Am Vormittag des 16. Januar hielt Alexander Kluge die Trauerrede im Berliner Ensemble, gefolgt von Stephan Hermlin, Robert Wilson und einem musikalischen Beitrag Daniel Barenboims. Das Fernsehen übertrug die Trauerfeier live. Etwa 1000 Leute zogen anschließend vom Theater zum Dorotheenstädtischen Friedhof, wo bereits doppelt so viel weitere Menschen an der Pforte warteten. Am Grab las Ulrich Mühe ein Gedicht Gottfried Benns. Am Abend folgten weitere Lesungen, u.a. mit Susan Sontag und György Konrád. Anlässlich des 30. Jahrestages soll das Geschehen rund um Heiner Müllers Beerdigung anhand von Dokumenten und persönlichen Erinnerungen rekonstruiert und eingeordnet werden. Woher rührte die Dynamik, die zu dieser außergewöhnlichen Beerdigung eines deutschen Künstlers führte? Was zeichnete die Atmosphäre des Geschehens aus? Was ging mit Heiner Müller zu Ende, welche künstlerische und intellektuelle Leerstelle hat er hinterlassen?
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