Gespräche gegen das Vergessen

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Vor 80 Jahren begann der erste der Nürnberger Prozesse gegen 24 Hauptkriegsverbrecher im Nürnberger Justizpalast. Darunter Hermann Göring, Rudolf Heß, Hans Frank oder Joachim von Ribbentropp. Zwölf von ihnen wurden zum Tode verurteilt. Sie waren die Nazi-Elite.

Die Nürnberger Prozesse gelten bis heute als Meilenstein des Völkerrechts – als Versuch, Recht gegen das Unrecht zu setzen. Bei den diesjährigen "Gesprächen gegen das Vergessen" wird die Relevanz der Prozesse beleuchtet und zugleich hinterfragt: Wer saß NICHT auf der Anklagebank? Welche Kontinuitäten blieben bestehen – in Behörden, Justiz, Familiengeschichten?

Die Prozesse ermöglichten es vielen Deutschen, eine bequeme Trennung zwischen "den Tätern" und der eigenen Person oder Gesellschaft vorzunehmen. Was bedeutet das für uns heute? Wie wirkte sich dieses selektive Bild der Gerechtigkeit auf das kollektive Gedächtnis der deutschen Nachkriegsgesellschaft aus? Wie begegnen wir heute demokratiefeindlichen Strömungen?

 

Gäste:

Niklas Frank, Sohn des in Nürnberg hingerichteten NS-Verbrechers Hans Frank

Dr. Eva Umlauf, Holocaustüberlebende 

Prof. Stefanie Schüler-Springorum, Historikerin 

Moderation: Andreas Bönte 

 

In Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk und ARD alpha

Location

Münchner Volkstheater Tumblingerstraße 29 80337 München

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