Gift. Eine Ehegeschichte
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In diesem Theaterabend begegnen sich ein Mann und eine Frau nach über einem Jahrzehnt wieder am Grab ihres gemeinsamen Kindes. Das Stück „Gift. Eine Ehegeschichte“ von Lot Vekemans thematisiert die unterschiedlichen Wege, mit Verlust und Trauer umzugehen. Während er in Frankreich versucht, ein neues Leben zu beginnen und bald erneut Vater wird, ist sie im alten Zuhause zurückgeblieben, verstrickt in Einsamkeit und Schmerz.
Auslöser ihres Treffens ist ein Brief, der die Umbettung des Sohnes ankündigt – aufgrund von Giftfunden im Friedhofsboden. Doch die Verwaltung des Friedhofs bleibt geheimnisvoll und abwesend. Zwischen beiden entsteht eine fragile Annäherung, doch der gemeinsame Schmerz scheint eine unüberwindbare Kluft zwischen ihnen zu ziehen.
Die Inszenierung bewegt sich zwischen tiefem Ernst und unerwarteten komischen Momenten, die das Stück trotz der Tragik lebendig machen. Regie führt Mirjam Neidhart, in den Hauptrollen sind Sophie Maria Scherrieble und Malte Flierenbaum zu sehen. Die Ausstattung stammt von Birgit Angele, Dr. Stefan Tigges übernimmt die Dramaturgie, Technik verantworten Mike Michelus und Alexander Schwab.
Lot Vekemans zählt zu den bedeutenden niederländischen Dramatikerinnen, deren Werke mehrfach ausgezeichnet wurden. „Gift“ ist auch ein persönliches Nachdenken darüber, wie Erinnerungen und Vertrautes wieder Raum in einem Leben finden können, das vom Verlust geprägt ist.
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