Zeichnungen / Objekte / Installation
Die Welt Hat Kein Ziel! (Georges Bataille)
Ausgelassene Zeichen und Sätze
Beim Zeichnen geht es Gundi Feyrer um das Aufbrechen verfestigter Seh- und Deutungsmuster. Sie folgt dem freien und ziellosen Lauf der Linie, um die aus der Bewegung heraus entstehende Verwandlung bekannter Formen und Strukturen in Abstraktes und Uneindeutiges sichtbar zu machen.
Die Linie als Vehikel für das Auge, das automatisch nach Bekanntem sucht, um sich in der Welt zu orientieren und sie so zu ordnen, findet einzelne „Standbilder“, herausgerissen aus dem Fluss der Bewegung unzähliger Bilder eines Films. Sie blitzen auf, produzieren Inhalte und Bedeutungen, verschwinden aber gleich wieder in der ungebremsten Weiterentwicklung der Linie.
In Feyrers Arbeiten ist alles mit allem verbunden, alles verwandelt sich in alles, nichts ist fest, nur die von der Wahrnehmung zugelassene Illusion bekannter und fester Formen, Bilder und Momente, die sich jedoch immer wieder als „Ausgelassene (und daher fröhliche) Zeichen und Sätze“ entpuppen.