Hamlet ist tot – und mit ihm seine Familie und Freunde. Nur Horatio, sein engster Vertrauter, bleibt zurück: Er muss weiterleben, erinnern und erzählen. Doch wie lässt sich erzählen, wenn die Welt aus den Fugen geraten ist? Die Geister seiner Freund*innen treten helfend an seine Seite, und gemeinsam ringen und spielen sie um ein Verständnis der tragischen Ereignisse. Warum handelten sie, wie sie handelten? Kann das füreinander Spielen helfen, einander und sich selbst besser zu verstehen?
Julia Riedler, von Theater heute zur Schauspielerin des Jahres gekürt und kürzlich mit dem Nestroy-Preis ausgezeichnet, zeigt in ihrer ersten Regiearbeit ein gemeinsames Ringen um Wahrheit: In ihrem Hamlet verschwimmen Erzählung und Spiel, Sein und Schein, Leben und Tod. Ein Raum öffnet sich, in dem Vergangenheit und Gegenwart neu befragt werden können.
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