Sondervorstellung mit anschließendem Themengespräch mit Regisseur Marcin Wierzchowski und Mitgliedern der Initiative 19. Februar
Der Mörder hat sich seine Opfer gezielt nach Haut- und Haarfarbe ausgesucht. Mit dieser Nacht beginnt für die Angehörigen und Freunde der Getöteten eine lange und quälende Zeit der Trauer und der Verzweiflung. Einige von ihnen sind hier geboren, einige leben seit Jahrzehnten in Deutschland, andere kamen erst vor kurzem hierher, um sich ein neues Leben aufzubauen. Der Film nimmt konsequent die Perspektive der Hinterbliebenen ein; er zeigt ausschließlich ihr Erinnern und ihren Blick auf das, was geschah vor, während und nach der Tat. Und so stellt der Film von Marcin Wierzchowski auch die Frage nach dem Fremdsein in Deutschland, nach Ungleichheit und nach dem alltäglichen Rassismus in Behörden und Bildungseinrichtungen.
Jeweils am letzten Montag im Monat präsentiert das Museum für Kommunikation die kommenden Monate anlässlich der aktuellen Ausstellung STREIT. Eine Annäherung gemeinsam mit den Arthouse Kinos einen ausgewählten Film. Garantiert immer mit Streitpotenzial.
Unter Vorlage eines aktuellen MfK-Museumstickets aus der aktuellen Ausstellung STREIT reduziert sich der Kinopreis an der Abendkasse auf 7
Deutschland 2021; Regie: Marcin Wierzchowski