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HANDS

Ausstellung Exhibition

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Die Ausstellung HANDS ist der Versuch, taktile Empfindungen, Verspieltheit und Interaktion zurück in das öffentliche Leben zu bringen - inmitten einer Pandemie, in der Berührungen und Hände per se als Kontaminationsquelle stigmatisiert werden. Die Herausforderung für Künstler*innen besteht in diesem Moment darin, künstlerische Praxis nachhaltig zugänglich zu gestalten, Kunstwerke in den alltäglichen Realitäten zu verankern und ihr spielerisches und therapeutisches Potenzial auszuschöpfen. Touch Again! Live with Art! Let's play! sind dabei die Parameter, die die Spielregeln für die präsentierten Arbeiten definieren. Touch Again! - das Objekt soll interaktiv sein, durch Berührung aktiviert werden. Live with Art! - das Objekt soll kostengünstig reproduzierbar und erschwinglich sein. Let's play! - das Objekt soll verspielt und therapeutisch wirken.

Neun Künstler*innen – Cevdet Erek, Ali Eyal, Shilpa Gupta, Taus Makhacheva, Dhali Al Mamoon, ••PROPAGANDA DEPARTMENT, Evariste Richer, Yazan Rousan und Antje Van Wichelen mit Maxime Gids – sind eingeladen, jeweils ein Kunstwerk nach diesen Vorgaben herzustellen. Die Künstler*innen haben von jedem Kunstwerk auch Multiples angefertigt – manchmal mit den Exponaten identisch, manchmal aber auch als Miniaturen, als Bruchteile oder als Essenz der Exponate. Unabhängig von Produktionskosten und Bekanntheitsgrad der Künstler*innen werden diese zu einem einheitlichen und erschwinglichen Preis im Rahmen der art campaign angeboten. Ziel ist es, Kunst zu entmystifizieren, von Galerie- und Vermarktungsstrategien loszulösen und von institutionellen in private und öffentliche Räume zu überführen.

Mit Charlotte Posenenske zollt die Ausstellung einer Künstlerin Tribut, die sich für zugängliche und interaktive Kunstpraktiken einsetzte und bereits 1967 Arbeiten schuf, die reproduzierbar und erschwinglich, kooperativ und taktil, unlimitiert und unsigniert, nicht zuletzt verspielt und ephemer waren. Neben dieser Hommage steht auch Ala Younis’ Videoinstallation Hands: dismemberance für die programmatische Ausrichtung der Ausstellung und kann als Prolog zur Ausstellung HANDS gesehen werden. Younis befasst sich darin mit den Zwängen, Deformationen und der Zergliederung von Händen. Die Arbeit entstand in Zusammenarbeit mit der Lyrikerin Iman Mersal. Ergänzend werden die Workshops Tactile Sensibility von Kerstin Schroedinger und A Small World or a Place In-Between Us von Nicolás Paris stattfinden. Spuren der Workshops werden ebenfalls in der Ausstellung zu sehen sein.

Location

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