»Ein Werk wie die ›Winterreise‹ ist eine Ikone unserer Musiktradition, eines der großen Meisterwerke Europas. Wird man ihm ganz gerecht, wenn man es nur in der heute üblichen Form – zwei Herren im Frack, Steinway, ein meist sehr großer Saal – darstellt?« fragt Hans Zender in einem Kommentar zu seiner »komponierten Interpretation« von Schuberts berühmtem Liederzyklus. Durch seine Bearbeitung für Kammerorchester einschließlich Gitarre, Sopransaxofon und Akkordeon sowie das Spiel mit Klangfarben, Tempi, Text- und musikalischen Wiederholungen schafft er eine neue Perspektive auf dieses Meisterwerk.
Beim auswendig spielenden Aurora Orchestra mit Tenor Allan Clayton ist diese Interpretation in besten Händen, hat sich das Ensemble doch seit seiner Gründung 2005 den Ruf erworben, sich die außergewöhnliche Vielseitigkeit des Kammerorchesters zunutze zu machen, um Orchestermusik sowohl für Ersthörerinnen und Ersthörer als auch für das langjährige Klassikpublikum auf eine neue Art und Weise zum Klingen zu bringen.