„HEKATOMBE III“ verbindet Videoinstallation und Live-Performance. In mehreren Videoprojektionen treten indigene Anführer*innen aus verschiedenen Ländern und Kulturen der sogenannten Amerikas in einen synchronen Dialog miteinander. Vor diesem Hintergrund entfaltet sich die Live-Performance als Collage aus Ritualen und Interviews, basierend auf Verbindungen und Erfahrungen aus der Zusammenarbeit mit Gemeinschaften der First Nations. So entsteht ein Netz aus Beziehungen, das sich in Kartografien, Tänzen und Klanglandschaften ausdehnt.
„HEKATOMBE III“ reflektiert auch die Beziehung zwischen Menschen und Gaia: Die Idee von der Erde als dynamisches, selbstorganisiertes Lebewesen findet sich im Wissen indigener Gemeinschaften aber auch in der griechischen Mythologie und in der Gaia-Hypothese heutiger Wissenschaft wieder. Durch die Linse von Ritualen und mit Fokus auf den großen Beitrag, den angestammte Gemeinschaften zum Schutz der biologischen Vielfalt unseres Planeten leisten, dokumentiert die Performance jahrtausendealte Praktiken und Botschaften und verwebt Zusammenhänge zwischen den Visionen, Kulturen und Weisheiten unserer Vorfahr*innen.