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Tanztheaterstück von Eva Thielken mit der Company des Leipziger Tanztheaters - im Rahmen der 14. Leipziger Tanztheaterwochen
Ausgehend von einer Gegenseitigkeit, welche Bestehendes nicht verlängert, sondern Neues schafft, sucht HIATUS nach einer Bewegungssprache, welche sich durch die gemeinsame körperliche und räumliche Interaktion verstärken und verwandeln kann. Angeregt von Andreas Webers Gedanken zur ökologischen Wirklichkeit als umfassendes Beziehungssystem untersucht das Stück die Idee, dass Lebendigkeit zu einem Teil auch immer misslingen muss, um lebendig zu bleiben. Dabei versuchen gegensätzliche Kräfte wie Wandlung und Beständigkeit, Zusammenhalt und Offenheit, Selbstverständnis und Andersartigkeit nebeneinander bestehen zu bleiben und Misslingen wird nicht als Versagen verstanden, sondern als gegebener Aspekt im Begegnungsprozess.
HIATUS, aus dem Lateinischen stammend für „Lücke“ oder „Öffnung“, steht dabei für jenen Zwischenraum der Trennung und Berührung von Körpern und Materie. Ein Aufeinandertreffen von Unvereinbarkeiten, aber auch von höchster Aufmerksamkeit und Anziehung. Ein Ort des Unkontrollierbaren, der Verletzlichkeit, des Aushaltens.
So entsteht mit HIATUS ein Möglichkeitsraum, in dem sich bestehende Formen lösen und neu begegnen und die Frage nach einem erweiterten Verständnis von Gegenseitigkeit erlebbar wird.
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