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Hildegard Knef: "Die Sünderin"

Das sagt der/die Veranstalter:in:
"Die Sünderin" - ein Riesenskandal in den 50ern und 60ern - warum eigentlich? Hildegard Knef wäre im Dezember 100 Jahre alt geworden!
DIE SÜNDERIN
DEU 1951. R: Willi Forst. D: Hildegard Knef, Gustav Fröhlich, Änne Bruck. 86 Min. FSK: 12
Der große Skandalfilm der frühen Nachkriegszeit: Hildegard Knef spielt die Prostituierte Marina, die sich nach schwerer Jugend im Krieg – mit Eltern, die sie verlassen, und einem Halbbruder, der sie vergewaltigt – in den gescheiterten Maler Alexander verliebt. Der ist an einem Hirntumor erkrankt, der ihn erblinden lässt. Um die Operation zu bezahlen, versucht sie, ihm zu helfen, indem sie sich erneut verkauft.
Der Mythos will, dass die sekundenlange Nacktheit von Hildegard Knef die harsche Verurteilung des Melodrams verursacht habe. Tatsächlich aber stießen sich die katholische wie die evangelische Kirche an der Darstellung von Prostitution, „wilder Ehe“ und an der Sterbehilfe-Thematik: Kirchenvertreter traten aus dem FSK-Gremium aus, Bischöfe riefen zum Boykott auf, es kam zu tumultartigen Protesten gegen die Kinos, die den Film zeigten. Hildegard Knef: „Von Kanzeln angegriffen und von Pfarrern zerpflückt, von Tränengas und Stinkbomben verfolgt, von Protestkundgebungen und Umzügen begleitet, war der Film dennoch oder deswegen in seinen ersten drei Wochen von zwei Millionen Deutschen gesehen worden.“
Einführung: Ursula Jander

Preisinformation:

10 € / 7 € erm. / 6 € Mitglieder Cinema Quadrat e.V.

Location

Cinema Quadrat K1 2 68159 Mannheim

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