Dies ist eine Liebesgeschichte: Sie spielt im Sommer in Adana, dreitausend Kilometer weit weg von Berlin. In Berlin lebt Zeko. Hier trifft er Männer in Parks und Cafés, auf Dating-Apps und vor der Moschee. Doch jedes Mal, wenn sich ihre Lippen berühren, reißen ihn die Gedanken zurück zu Hassan, dem Nachbarsjungen in Adana, den Dede, sein Großvater, immer nur »Hundesohn« nennt. Zeko kennt das laute Viertel nur aus den Sommerferien. Dann stirbt Dede. Aber Zeko kann den Großvater nicht vergessen, der alten Männern die Sorgen aus dem Bart schnitt und auf Arabisch sang. Und vor allem nicht Hassan. »Hundesohn« erzählt radikal und poetisch von Liebe und Begehren. Von der Euphorie und Verletzlichkeit, der Angst und dem Glück, wenn man liebt: am Küchentisch, in fremden Betten und im Gebet. Und er vermisst dabei unsere zerrissene Gegenwart, über Länder, Sprache und Körper hinweg. »Hundesohn« ist Ozan Zakariya Keskinkılıçs erster Roman. Geboren 1989 in Hessen, wurde er 2025 an der Humboldt-Universität zu Berlin mit einer Arbeit über muslimische Existenzkünste angesichts antimuslimischen Rassismus’ promoviert.
In Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Türkischen Forum
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