Von Ingrid Lausund
Inszenierung: Mandy Kieroth
Tagträumende Einkaufswagen kollidieren mit leeren Seelen auf dem Fließband. Hinterfragt wird die Tiefe des Tiefkühlregals nicht, denn die Oberfläche offenbart doch genug. Die Kassierer*innen beobachten hysterischen Heißhunger und jodelnde Joghurtregale. Glück finden Sie weiter oben zwischen dem Instrumentalisieren von Beziehungen und Sex ohne Liebe. An der Kasse ist es dann zu spät, wenn Sie bemerken, dass alles, was Sie konsumieren, irgendwann Sie konsumiert, auch das Sonderangebot mit 15% mehr Lebenszeit. Wo liegt die Grenze dieses Supermarkts, dieser Welt, zwischen paranoid und tagträumend? Wie viele verpasste Chancen liegen wie Wechselgeld vergessen an der Kasse? Und welche Absurdität darin sind Sie? Machen Sie doch mal – nach diesem Theaterstück – eine Zwischensumme, tut nicht weh.