ifs-Begegnung: Edimotion & IFFF mit »Female Pleasure«
und Editorin Isabel Meier
im Rahmen der Kölner Kino Nächte 2026
AUF DER LEINWAND:
»Female Pleasure«
Dokumentarfilm, CH, D 2018, Regie: Barbara Miller, Montage: Isabel Meier; 91 Min., FSK 12
Anschließend Filmgespräch mit Editorin Isabel Meier, moderiert von Dr. Maxa Zoller, Künstlerische Leiterin IFFF Dortmund+Köln
Jede einzelne Frau auf dieser Welt hat ein Recht auf ihre Lust, ihre körperliche Selbstbestimmung, ihr sexuelles Begehren. Was tun, wenn das Patriarchat dieses Recht verhindert? »Female Pleasure« bringt fünf internationale Persönlichkeiten zusammen, die sich aus extrem geschlossenen Gesellschaften befreit haben und nun Kraft ihres Mutes und ihrer Kreativität ein Bewusstsein für eine freie weibliche Sexualität schaffen wollen. Dem Film gelingt es trotz all der unterschiedlichen Geschichten, die universellen Gemeinsamkeiten hervorzuheben. Dies ist vor allem dem klugen Schnitt zu verdanken. Die Editorin Isabel Meier versteht es durch ihren verbindenden Schnitt die Stimmen einzelner zu einer gemeinsamen Botschaft zu bündeln: die Tabuisierung der weiblichen Sexualität ist ein globales Problem, der Kampf Einzelner ist unser aller.
Isabel Meier dazu: „Diese jahrhundertealte Unterdrückungsgeschichte, die überall auf der Welt das Leben von uns Frauen prägt, in eine filmische Form zu bringen, die informiert, aufwühlt und berührt, war für mich gestalterisch eine große Freude und Herausforderung.“
Ein Film, der kurz nach der #metoo-Debatte entstand und immer noch inspiriert.
Isabel Meier wurde für die Montage von »Female Pleasure« 2019 für den Schweizer Filmpreis nominiert. Sie montierte die Dokumentarfilme »Blue End« (2000, Regie: Kaspar Kasics), »Balkan Melodie« (2012, R: Stefan Schwietert) und »Parcours d’Amour« (2014, R: Bettina Blümner). Ihr erster Spielfilm »Die Unberührbare« von Oscar Roehler wurde 1999 als deutscher Beitrag für den Oscar für den besten internationalen Film ausgewählt. Sie hat an vielen internationalen Koproduktionen mitgearbeitet, darunter »Samsara« (2001, R: Pan Nalin), »Mein Name ist Bach« (2003, R: Dominique de Rivaz), »The Drummer« (2007, R: Kenneth Bi), »Tulpan« (2008, R: Sergei Dworzewoi), »Satte Farben von Schwarz« (2010, R: Sophie Heldman) und »Love Island« (2014, R: Jasmila Žbanic). Im Herbst kommt »The Education of Jane Cumming« von Sophie Heldmann ins Kino.
Eine Veranstaltung von Edimotion – Festival für Filmschnitt und Montagekunst und Internationales Frauen Film Fest Dortmund+ Köln in Kooperation mit der ifs Internationale Filmschule Köln, im Rahmen der Kölner Kino Nächte, gefördert durch das Kulturamt der Stadt Köln.
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