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»ifs-Begegnung« Edimotion mit Editorin Natali Barrey und »The Getaway«

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»ifs-Begegnung« Edimotion mit Editorin Natali Barrey

Mittwoch, 28. September 2022 | 19 Uhr

Filmforum NRW / Kino im Museum Ludwig, Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln

Eintritt frei

Auf der Leinwand:

»The Getaway«

(USA 1972, Regie: Sam Peckinpah, Montage: Robert L. Wolfe, 118 Min., OmU)

Anschließend Gespräch mit Editorin Natali Barrey,

moderiert von Kyra Scheurer (Künstlerische Leiterin von Edimotion)

Beim Kölner Festival Edimotion steht die Kunst der Filmmontage im Mittelpunkt. Gezeigt werden die am besten montierten Spielfilme, Dokumentarfilme und Kurzfilme des Jahres – beim nächsten Mal wieder vom 14. bis 17. Oktober 2022. In der Reihe »ifs-Begegnung« Edimotion fragen wir Editor*innen nach ihren Lieblings-Montagen der Filmgeschichte. Sam Peckinpahs umsatzstärkster Film »The Getaway« war wegweisend für die Entwicklung des modernen Actionthrillers. Auch wenn Schnittfrequenz und Action-Montagen für die damalige Zeit rasant waren, besticht heute vor allem die Verquickung von Action mit schwelenden emotionalen Konflikten und die interessante Dehnung erzählerischer Zeit durch Parallelhandlungen und Exkurse, die den Genremix aus Action, Thriller, Heist- und Road-Movie so besonders machen. Die für Peckinpah typische Ästhetisierung von Gewalt u. a. mittels extremer Zeitlupen ist nicht unumstritten – doch die Montage seines mehrfach Oscar-nominierten Stammeditoren Robert L. Wolfe bietet darüber hinaus auch in der Spiegelung emotionaler Subtexte und Stimmungswechsel herausragendes Schnitthandwerk.

Natali Barrey studierte Visuelle Kommunikation an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main und arbeitet nach diversen Schnittassistenzen und Vertonungen seit 1999 als freie Editorin von Kinospiel- und -dokumentarfilmen. Neben der langjährigen Zusammenarbeit mit Regisseur Jan Krüger hat sie u. a. Werke von Asli Özge, Lola Randl, Sonia Heiss und Enrique Sánchez Lanch montiert. Für ihren Schnitt des Kinodokumentarfilms »Madame« (R: Stéphane Riethauser) war sie 2020 bei Edimotion für den Bild-Kunst Schnitt Preis Dokumentarfilm nominiert.

Zum Film: Um der bedrückenden Monotonie im Knast zu entkommen, wendet sich Gangster »Doc« McCoy mithilfe seiner Frau Carol an einen korrupten Senator im Dienst der Mafia. Als Preis seiner Entlassung soll er die örtliche Bank ausrauben. Doch ein Wachmann wird erschossen und Doc von seinen Partnern hintergangen. Er eröffnet seinerseits eine Jagd auf sie – mit der Polizei im Nacken. Eine atemlose Flucht quer durch Texas beginnt und das zunehmend zerrüttete Ehepaar Doc und Carol versucht, sich den Weg über die mexikanische Grenze freizuschießen. Die im Dezember 1972 in den USA gestartete Verfilmung des gleichnamigen Romans von Jim Thompson gewann einen Golden Reel Award in der Kategorie Bester Tonschnitt und sorgte auch aufgrund der ungewöhnlichen Filmmusik von Quincy Jones für Aufsehen.1994 wurde – unter Beteiligung desselben Drehbuchautors – ein letztlich erfolgloses Remake des Films mit Alec Baldwin und Kim Basinger in den Hauptrollen gedreht. Gezeigt wird bei uns die Originalfassung, im anschließenden Gespräch erfolgt neben der Würdigung der Besonderheiten von Wolfes Montagestil u. a. ein editorischer Vergleich von Original und Remake.

Location

Filmforum NRW
Bischofsgartenstr. 1
50667 Köln

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