Dieses außergewöhnliche Konzertformat stellt an zwei Abenden (22. und 23.04.) Klavierduos aus der notierten Neuen Musik, Klavierduos aus der zeitgenössisch improvisierten Musik gegenüber, Jedes Klavierduo spielt einen Konzertteil, von 60-70 Minuten Dauer.
Zwei Persönlichkeiten am gleichen Instrument gehen in einen direkten musikalischen Austausch. Hieraus entwickelt sich eine besonders starke Dynamik, die immer wieder aufs Neue zu einmaligen und oft unvorhersehbaren Interpretationen führt.
20 Uhr
Dialoge über die Zeiten hinweg
„Aus dem Strom der musikalischen Zeit tauchen Erinnerungen an Zukünftiges und Ahnungen an Vergangenes auf: das scheinbar Gegensätzliche enthüllt seine innerste Verwandtschaft.“
Diese Vision verwirklichte Bernd Alois Zimmermann in seinen „Monologen“– einem Werk, dem sich das Klavierduo Neeb besonders verbunden fühlt und das im Mittelpunkt seines Debüt-Albums déjà-rêvé steht. Nun nehmen die Geschwister die Zitat-Collagen der Monologe als Ausgangspunkt, um verschiedene Facetten des musikalischen Zitierens und die Beziehung der „neuen“ zur älteren Musik zu beleuchten: Steven Heelein reflektiert in Fragment einen unvollendeten Sonatensatz von Mozart, während Johannes X. Schachtners Pacifico über Schuberts Lied Meeres Stille meditiert. Aber auch schon Maurice Ravels La valse, das die Geister des Wiener Walzers beschwört, steht in einem spannungsvollen Verhältnis zur Tradition.
Programm:
Steven Heelein (*1984): Fragment. Nachgedanken zu Mozart
Bernd Alois Zimmermann (1918 – 1970): Monologe
Johannes X. Schachtner (*1985): Pacifico. Hymnus für Klavier vierhändig
Maurice Ravel (1875 – 1937): La Valse. Poème chorégraphique
Klavierduo Neeb: Sophie Neeb und Vincent Neeb (Klavier)
Pause
21:20 Uhr
Mirror – Contrast
Das Duo widmet sich der Idee des Spiegelbildes und der Dopplung im Spannungsfeld zu kontrastierenden Klängen. Die Kombination extremer Register lassen orchestrale Wirkungen entstehen, die ein/e Pianist:in allein nicht erzeugen kann. Ihre Musik entsteht im Moment. Geräuschhaftes im Innenbereich des Flügels und tonhöhenbewusstes Spiel auf den Tasten lassen neue Klänge entstehen, die nicht an herkömmliche Klavierklänge denken lassen.
Rieko Okuda und Achim Kaufmann (Klavier)
Förderer: Kulturreferat der Landeshaupstadt München, Musikfonds e.V. mit Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien
Der 1. Abend von "In Schwarz und Weiß – zu 4 Händen an 2 Klavieren" findet am Mi. 22.4. statt. Es gibt ein 2-Abende-Ticket im Angebot.
Preisinformation:
Ermäßigung für Schüler:innen, Student:innen, Rentner:innen ab 67 Jahre, Personen mit Einschränkung
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