Dokumentartheater zum Themenkomplex NSU 2.0
Es ist der 2. August 2018, gegen mittags. Im 1. Frankfurter Polizeirevier setzt sich eine Person an einen Computer im Wachraum, öffnet eines der polizeilichen Auskunftssysteme und tippt in das Suchfeld einen Namen ein. 90 Minuten später geht bei einer Frankfurter Rechtsanwältin ein Drohschreiben ein, unterzeichnet mit den Worten „NSU 2.0“. Es wird das erste Drohschreiben von vielen sein, die sich gegen Politiker*innen, Jurist*innen, Journalist*innen und Künstler*innen richten – viele von ihnen Frauen oder migrantisch gelesene Personen. Welche inneren Verunsicherungen lösen diese menschenverachtenden Worte aus? Werden den Worten Taten folgen? Handelt es sich um einen Angriff auf die Demokratie? Mithilfe von Prozessmitschriften sowie Interviews mit Betroffenen und Expert*innen, versammelt das Team um Marie Schwesinger Fakten, Fragen, Querverbindungen und lose E
Im Anschluss an die Vorstellungen ist das Publikum eingeladen sich an einem Gespräch zu beteiligen.
(23.09. mit im Gespräch: Seda Basay-Yildiz (Nebenklageanwältin im NSU-Prozess), die Kaberettistin Idil Baydar und den Rechtsanwalt Dr. Mehmet Daimagüler (Nebenklage im NSU-Prozess und ehem. Bundesbeauftragter für Antiziganismus)
Triggerwarnung:
Das Stück enthält Zitate aus NSU-2.0 Drohschreiben sowie aus Chatnachrichten, die eine brutale, menschenverachtende Sprache haben und u. a. rassistisch und antisemitisch sind.
Neurosensorische Hinweise: Stroboskop
Preisinformation:
13.00 - 18.50€
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