„Wenn man schreibt, muss man so schreiben, dass man hinter der Verzweiflung die Möglichkeit und hinter dem Untergang den Ausweg spürt." - Anna Seghers, aus: Selbstanzeige
Ein Blick über den Stadtrand hinaus
In Berlin-Adlershof fand die Schriftstellerin Anna Seghers nach vielen Jahren im Exil eine neue Heimat. Ihre Wohnung, in der sie von 1955 bis 1981 lebte, enthält neben vielen persönlichen Erinnerungsgegenständen auch ihre umfassende Bibliothek mit rund 10.000 Bänden, darunter Widmungsexemplare vieler befreundeter Schriftsteller*innen.
Ihr Wohnzimmer war Treffpunkt für Freund*innen aus verschiedenen Ländern, mit denen sie auch im brieflichen Austausch stand.
Wer sich an den Stadtrand wagt, bekommt nicht nur Einsichten in Seghers' wechselvolles Leben und ihr stetiges schriftstellerisches Engagement für gesellschaftliche Veränderungen, die weltweit Bedeutung haben, sondern auch ihren Sinn für die bildende Kunst und ihren auf Erfahrung beruhenden transatlantischen Blick. Nicht umsonst nannte sie den Balkon vor ihrer Wohnung einen „Mastkorb“, von dem aus sie in die Weite schauen konnte, als läge hinter den Bäumen das Meer.
Zum Internationalen Museumstag finden drei Sonderführungen statt, um 11, 13 und 15 Uhr.
Eine Anmeldung wird aufgrund der begrenzten Raumkapazitäten erbeten. Der Einlass ist erst 5 bis 10 Minuten vor der Führung möglich.
Das Museum lädt zu kostenfreien Sonderführungen durch die ehemalige Wohnung der Schriftstellerin Anna Seghers voller Bücher und persönlicher Erinnerungen.
Preisinformation:
begrenzte Teilnehmer*innenzahl Anmeldung: anna-seghers-museum@adk.de