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Irgendjemand hier verschiebt die Kommas Joanna Bociąg & Tomasz Różycki

Irgendjemand hier verschiebt die Kommas Joanna Bociąg & Tomasz Różycki

Das sagt der/die Veranstalter:in:

„deinen Töchtern verschnürt es die Kehle / jedes Mal wenn du sagst / dass sie schön seien und klug / jedes Mal wenn du denkst wie / schutzlos.“ Für ihren Debütband Boję się o ostatnią kobietę (Dom Literatury 2020), zu Deutsch etwa: Ich habe Angst um die letzte Frau, wurde Joanna Bociąg (geboren 1989 in Poznań) in Polen vielfach ausgezeichnet. Die Literaturkritikerin Marta Koronkiewicz beschreibt den Band als ein mit äußerster Präzision konstruiertes Buch, ein Beispiel poetischer Reduktionsarbeit, die der Komplexität des Dargestellten keineswegs abträglich sei. In sprachlich sehr sparsamen und prägnanten Gedichten entwickelt Bociąg eine kohärente, vielschichtige Selbst-Emanzipation.

Einer anderen Generation polnischer Dichtung gehört Tomasz Różycki (geboren 1970 in Opole) an. Sein Band Kolonien, der jetzt in deutscher Übersetzung von Bernhard Hartmann in der edition.fotoTAPETA vorliegt, ist einer von neun Lyrikbänden und erschien bereits 2006 im polnischen Original. In 77 durchnummerierten, formal einheitlichen Sonetten verhandelt Różycki darin vielfältige Themen wie die doppelte Heimatlosigkeit seiner aus Lemberg stammenden und ins ehemals deutsche Opole zwangsumgesiedelten Familie, Erinnerungsbilder der Kindheit, das Schreiben von Poesie oder den „Fakt, dass ein auf dem Papier Erschlagner / im Leben weiterleben kann.“

Die Veranstaltung wird polnisch-deutsch gedolmetscht.

In Lesung und Gespräch: Joanna Bociąg | Tomasz Różycki
Moderation: Karolina Golimowska

Location

Haus für Poesie Knaackstr. 97 10435 Berlin

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