Ist die Unendlichkeit eine Brezel?
Zur Erinnerung: 1919 fand in Köln die erste DADA-Ausstellung der rheinischen Surrealisten statt. Max Ernst Theodor Baargeld und andere stellten ihre Werke in einer Kneipe auf der Schildergasse aus, die es heute nicht mehr gibt. Eine kleine kölnische Leidenschaft für DADA hat sich seitdem in der Stadt manifestiert.
Die Künstlerin Mascha Rodigina hat eine Serie in dieser Tradition erschaffen. Eine ganz und gar nicht nicht mathematische Annäherung an das große Thema Unendlichkeit. In Malerei, Lithogaphie, Mokuhanga, Collage und Stickbild geht sie der Frage mit einem Augenzwinkern nach "Ist die Unendlichkeit eine Brezel?"
Mascha Rodigina zieht ihre Inspiration aus den Besonderheiten der verschiedenen Medien, was sie dazu bewegt, ständig neue Techniken und Werkzeuge mit Neugierde zu erkunden. Derzeit konzentriert sie sich auf die Studie des Übergangs eines Mediums ins andere und die damit verbundenen Transformationen.
Während ihres Studiums nahm die Künstlerin an zahlreichen Ausstellungen teil. Nach einer längeren Pause zeigt sie nun ihre zweite Einzelausstellung. Bionische Formen und das architektonische Erbe des Konstruktivismus sind wichtige Inspirationsquellen für ihre Werke, die in den letzten neun Jahren entstanden sind und zuletzt im Kunst- und Kulturzentrum Kolbhalle, Köln-Ehrenfeld ausgestellt wurden.