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IT GO HAVE TO ADJUST. ON LANGUAGE AS PARASITE

IT GO HAVE TO ADJUST. ON LANGUAGE AS PARASITE

Das sagt der/die Veranstalter:in:

:: DEUTSCH WEITER UNTEN ::

EXHIBITION IN BERLIN
WITH Pelumi Adejumo, Blick Bassy, Onur Çimen, Hargeysa Cultural Center, Lucas Lugarinho Braga, Jimmy Robert, Lerato Shadi, Farkhondeh Shahroudi, Lulëzim Ukaj, David Zink Yi
OPEN   14.09.–26.11.2023   Thursday–Sunday  14:00–19:00

FREE ENTRANCE  Donations welcome
ACCESS  Our space is accessible by wheelchair

 

Together with artists, writers, programmers, translators, scholars, activists and other thinkers, the project IT GO HAVE TO ADJUST. ON LANGUAGE AS PARASITE reflects on the parasitic nature of language and its potential to facilitate the suitable climate and conditions for subversive feminist, anti-racist and de-colonial practices within art and publishing. We are interested in how that parasite can be transmitted through interactions that can also take place without our influence and how a subversive language can provoke laughter as joy and disavowal. 

Suppose we are “participants in the future of our languages,” as the poet Ocean Vuong argues. Can we find procedures for optimising our communication to aid the creation of networks that can parasitize to proliferate and develop liberating practices?

The title of the project stems from Derek Walcott’s play Pantomime and borrows from the Creole words of black Trinidadian servant Jackson, who, recounting his experience of hearing a parrot use infected language to Mr Trewe, is asked how a parrot can be prejudiced and in return replies that the parrot is remnant from the “pre-colonial epoch”, and if it wants to survive in Trinidad then “it go have to adjust”.

We have considered the project’s research chapters in the framework of modes of transmission. Our journey to Hargeisa began with a collaboration with youth-led art space Fankeenna that acts in a region steeped in the history of oral storytelling that gave Somali speakers the epithet “A Nation of Poets”. The collaboration resulted in an intergenerational gathering and conversation on the metaphorical apnoea that characterises lulls in cultural circulation during and after conflict and how those channels have been cared for and resurrected.

The second research chapter looks at water as a mode of transmission and is a collaboration with the Port of Spain-based art space Alice Yard. There, Walcott’s character Jackson acts as a point of departure from which to explore motions over and in bodies of water that have contributed to the development of Creole.

In this exhibition chapter at SAVVY Contemporary which we consider to be the body of our project, we bring together works from artists, scholars and researchers who through their practice deliberate and expand on the parasitic nature of language within their various contexts. With works by Berlin-based and international artists, the exhibition offers a multi-perspective translation of the concept note (which you find at the end of the handout), and traces back to aspects of the research done in Hargeysa as well as ruminations developed with our second collaborator Alice Yard in Port-of-Spain. 

IT GO HAVE TO ADJUST. ON LANGUAGE AS PARASITE is a living curatorial endeavour that, through a series of exercises, research, exhibitions, and public programmes, will evolve, expand and build upon this exhibition. The curatorial concept introduces the reader to a series of themes and events that, on the surface level, seem to be unrelated but that, on closer inspection, will show shared symptoms or bear witness to points of convergence through unlikely common denominators. Pay close attention, and new manifestations of our research journeys will find their way into our rooms. As the project progresses, the curatorial text will also reappear in new variations wherein new authors will speak.

 

:: DE :: 

AUSSTELLUNG IN BERLIN
MIT  Pelumi Adejumo, Blick Bassy, Onur Çimen, Hargeysa Cultural Center, Lucas Lugarinho Braga, Jimmy Robert, Lerato Shadi, Farkhondeh Shahroudi, Lulëzim Ukaj, David Zink Yi
ÖFFNUNGSZEITEN   14.09.–26.11.2023   Donnerstag–Sonntag  14:00–19:00

FREIER EINTRITT  Spenden erwünscht
BESUCH  SAVVY ist mit dem Rollstuhl zugänglich

 

Gemeinsam mit Künstler:innen, Programmierer:innen, Übersetzer:innen, Wissenschaftler:innen, Aktivist:innen und anderen Denker:innen untersucht das Projekt IT GO HAVE TO ADJUST das parasitäre Wesen der Sprache sowie deren Potenzial, das geeignete Klima und die Bedingungen für subversive feministische, antirassistische und dekoloniale Praktiken in der Kunst und im Verlagswesen zu schaffen. Wir sind daran interessiert, wie dieser Parasit durch Interaktionen übertragen werden kann, die auch ohne unseren Einfluss stattfinden können, und wie eine subversive Sprache Lachen als Freude und Nichtanerkennung hervorrufen kann.

Nehmen wir einmal an, dass wir "Teilnehmende an der Zukunft unserer Sprachen" sind, wie der Dichter Ocean Vuong behauptet. Können wir dann Verfahren zur Optimierung unserer Kommunikation und Netzwerke finden, die durch parasitäres Verhalten diese befreienden Praktiken entwickeln und verbreiten?

Der Titel des Projekts stammt aus dem Theaterstück Pantomime von Derek Walcott und ist den Kreolworten des schwarzen, trinidadischen Bediensteten Jackson entliehen, der nachdem er Mr Trewe von seinen Erlebnissen mit einem Papagei, der infizierte Sprache verwendet, erzählte, gefragt wird, wie ein Papagei denn Vorurteile haben könne. Worauf Jackson erwidert. Dass es sich bei ihm um ein Überbleibsel der “vorkolonialen Zeit handele”, und wenn er in Trinidad überleben wolle, müsse er “mal klar kommen und sich anpassen.” 

Die Recherchekapitel des Projekts haben wir im Hinblick auf Übertragungsmodi konzipiert. Unsere Reise nach Hargeisa begann mit einer Zusammenarbeit mit dem von Jugendlichen geleiteten Kunstraum Fankeenna, der in einer Region tätig ist, die tief in der Geschichte des mündlichen Erzählens verwurzelt ist, was den Somali-Sprechenden auch den Beinamen "Nation der Dichter" einbrachte. Die Zusammenarbeit führte zu einem generationenübergreifenden Treffen und Gespräch über den metaphorischen Atemstillstand, der die Unterbrechung der kulturellen Zirkulation während und nach Konflikten kennzeichnet, und darüber, wie diese Kanäle gepflegt und wiederbelebt wurden.

Im zweiten Recherchekapitel arbeiten wir mit dem in Port of Spain ansässigen Kunstraum Alice Yard zusammen und befassen uns mit Wasser als Übertragungsmedium. Dort wird Walcotts Figur Jackson als Ausgangspunkt für die Untersuchung von Bewegungen über und in Gewässern dienen, die zur Entwicklung des Kreolischen beigetragen haben.

Im bei SAVVY Contemporary stattfindenden Kapitel, das wir als den Korpus unseres Projektes ansehen, bringen wir Arbeiten von Künstler:innen, Wissenschaftler:innen und Forscher:innen zusammen, die durch ihre jeweiligen Praktiken über das parasitäre Wesen von Sprache in ihren Kontexten nachdenken und diese Betrachtung ausweiten. Mit Kunstwerken von internationalen sowie in Berlin lebenden Künstler:innen bietet die Ausstellung eine vielschichtige Übersetzung des Ausgangskonzepts und setzt sowohl Aspekte der in Hargeisa durchgeführten Recherche wie der gemeinsam mit unserem nächsten Partner Alice Yard in Port-of-Spain unternommenen Überlegungen fort. 

IT GO HAVE TO ADJUST. ON LANGUAGE AS PARASITE ist ein lebendiges kuratorisches Unterfangen, das sich durch eine Reihe von Übungen, Recherchen, Ausstellungen und öffentlichen Programmen entwickelt, erweitert und auf dieser Ausstellung aufbaut. Das kuratorische Konzept führt die Lesenden in eine Reihe von Themen und Ereignissen ein, die oberflächlich betrachtet wenig miteinander zu tun zu haben scheinen, die aber bei näherer Betrachtung gemeinsame Symptome aufweisen oder von Konvergenzpunkten durch unwahrscheinliche gemeinsame Nenner zeugen. Wenn Sie genau hinschauen, werden Sie neue Manifestationen der Recherchereisen in unseren Räumen finden. Mit dem Fortschreiten des Projekts wird auch der kuratorische Text in neuen Variationen wieder auftauchen, in denen neue Autoren erscheinen werden.

 

Location

SAVVY Contemporary Reinickendorfer Straße 17 13347 Berlin

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