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Joe Bauer, Annette Ohme-Reinicke "Stuttgart 21 – Aus Gräbern lernen"
Das sagt der/die Veranstalter:in:
Das Bahnhofsprojekt Stuttgart 21, an dem seit 2010 gebaut wird, ist inzwischen ein Milliardengrab. Aus angekündigten vier Milliarden Baukosten sind offiziell 14,5 geworden – bis jetzt. Fachleute aus der Zivilgesellschaft hatten den Planern sehr früh Größenwahnsinn bescheinigt und die Nichtrealisierbarkeit und Kosten von 20 Milliarden Euro vorausgesagt. Wann S 21 fertig sein wird, steht noch nicht mal in den Sternen. Stuttgart 21 ist ein profitversprechendes Immobilienprojekt auf frei werdenden Gleisflächen. Es provozierte in der Republik eine der breitesten und originellsten Protestbewegungen der vergangenen Jahrzehnte. Sie beendeten die öden Jahre neoliberaler Anpassung. Dass es nicht gelungen ist, den Bau zu stoppen, lag auch an einer gelungenen „strategischen Kommunikation“ seiner Protagonisten. Es ginge um „Fortschritt“, „Zukunft“ und staatliche Handlungsfähigkeit, lautete das Mantra. Wir fragen, was sich aus den Protesten lernen lässt und wie der Hybris und dem wirtschaftliche Irrsinn der Herrschenden erfolgreich etwas entgegengesetzt werden kann.
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