FOTO: © Nick Suttle
John Scofield Combo 75
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JOHN SCOFIELD ist nicht nur ein Innovator der modernen Jazzgitarre, sondern auch ein kreativer Künstler von noch seltenerer Art: ein stilistisches Chamäleon, das sich eine unverwechselbare, grundsolide künstlerische Identität geschaffen hat. Anlässlich seines 75. Geburtstags erkundet Scofield mit seiner neu formierten Gruppe – früher Combo 66 – neue und wiederaufgegriffene Kompositionen, die er auf Tournee präsentiert. Gerald Clayton ist die naheliegende Wahl am Klavier, einem Instrument, das in diesen Stücken eine zentrale Rolle spielt. Die Verbindung zwischen Scofield und Schlagzeuger Bill Stewart wird über die Jahrzehnte immer stärker. Stewart war es auch, der den Bassisten Vicente Archer vor fast zehn Jahren zu dem Projekt brachte. Scofield ist begeistert von der Band und schätzt neben der musikalischen Chemie besonders ihre generationenübergreifende Zusammensetzung: Musiker aus den Siebzigern, Fünfzigern und Vierzigern!
Der dreifache Grammy-Preisträger SCOFIELD verfügt über Fans in vielen Lagern und hat mehr als 50 Alben als Bandleader veröffentlicht. Mit Leichtigkeit und Begeisterung bewegt er sich in den Klangwelten von Bebop, Blues, Jazz-Funk, Orgeljazz, akustischem Kammerjazz, elektronisch gefärbter Groovemusik, Jam-Band-Stil und Orchesterformationen. Neben zahlreichen Grammy-Nominierungen wurde Scofield von Frankreich zum Officier dans l’Ordre des Arts et des Lettres ernannt. Mit seinen eigenen Gruppen tourt er jährlich rund 200 Tage weltweit. Er stand unter anderem mit Miles Davis, Tony Williams, Jim Hall, Ron Carter, Herbie Hancock, Joe Henderson, Dave Holland, Charlie Haden, Pat Metheny, Jack DeJohnette, Joe Lovano, Brad Mehldau, Eddie Harris, John Mayer, Phil Lesh, Aaron Neville, Mavis Staples und MMW auf der Bühne und im Studio.
Der aus Des Moines, Iowa, stammende Schlagzeuger und Komponist BILL STEWART, geboren am 18. Oktober 1966, hat mit zahlreichen bekannten Musikerinnen und Musikern gespielt und aufgenommen, darunter Scofield, Pat Metheny, Maceo Parker, Larry Goldings, Joe Lovano, Charlie Haden, Joe Henderson, Michael Brecker, Kevin Hays, Bill Carrothers, Chris Potter, Marc Copland, Lee Konitz und vielen anderen. Als Bandleader veröffentlichte er mehrere CDs, darunter Snide Remarks (Blue Note), das von der New York Times zu den zehn besten CDs des Jahres 1995 gezählt wurde, sowie Incandescence von 2008 bei Pirouet Records mit seinem Trio mit Larry Goldings und Kevin Hays. Bill ist Co-Leader des von der Kritik gefeierten Trios BERNSTEIN / GOLDINGS / STEWART, das vier Alben aufgenommen hat.
Der Pianist GERALD CLAYTON wurde am 11. Mai 1984 in den Niederlanden geboren. Er wuchs in Kalifornien auf und ist der Sohn des renommierten Jazzbassisten, Arrangeurs und Bandleaders John Clayton. Er besuchte die L.A. County High School for the Arts, schloss anschließend die USC Thornton School of Music ab und zog danach nach New York City. 2006 gewann Gerald den zweiten Preis beim renommierten Thelonious Monk Institute of Jazz Piano Competition. Während dreier intensiver Jahre mit Tourneen und Aufnahmen mit Trompeter Roy Hargrove zwischen 2006 und 2009 wirkte Gerald auch an Aufnahmen zahlreicher weiterer Künstler mit, darunter Diana Krall, Charles Lloyd, Ambrose Akinmusire, Kendrick Scott, Melissa Morgan, Terell Stafford und Dick Oatts sowie später Michael Rodriguez, Dayna Stephens, Terri Lyne Carrington und das von seinem Vater und seinem Onkel, dem Saxofonisten Jeff Clayton, geleitete Clayton Brothers Quintet. Gerald tritt weiterhin regelmäßig mit den Clayton Brothers auf. Der sechsmal für einen Grammy nominierte Clayton hat fünf Alben als Bandleader veröffentlicht.
Der Bassist VICENTE ARCHER wurde in Woodstock, New York, geboren und fand durch die reiche Kulturszene seiner geschichtsträchtigen Heimatstadt früh zum Jazz. Er hörte lokale Größen wie Dave Holland, Jimmy Cobb und Jack DeJohnette. Mit sechzehn begann er seine musikalische Laufbahn als weitgehend autodidaktischer Gitarrist. Nach dem Highschool-Abschluss wurde Vicente am New England Conservatory (NEC) in Boston, Massachusetts, für Jazz Studies aufgenommen. Zu seinen Lehrern gehörten der Gitarrist Gene Bertoncini, der Saxofonist Jerry Bergonzi und der Latin-/Jazzpianist Danilo Perez. Nach seinem ersten Jahr am NEC wechselte Vicente an die Northeastern University in Boston und tauschte die Gitarre gegen den Kontrabass. Nach seinem Abschluss in Management Information Systems und Betriebswirtschaft im Juni 2000 zog er nach New York City. Dort begann er bald, mit Künstlern wie Kenny Garrett, Terence Blanchard, Tom Harrell, Freddie Hubbard, Roy Haynes, Geri Allen, Stanley Jordan, Wycliffe Gordon, Stefon Harris, Janis Siegel, Lewis Nash, dem Lincoln Center Jazz Orchestra mit Wynton Marsalis, Robert Glasper und Nicholas Payton aufzutreten und zu touren. Vicente Archer hat sich zu einer der markantesten neuen Stimmen am Bass entwickelt. Er ist Professor am Berklee College of Music und veröffentlichte 2023 sein erstes Album Short Stories.
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