Das sagt der/die Veranstalter:in:
Darum geht's
Was einst selbstverständlich war, wird für viele zur Ausnahme: Freizeit. Während der Leistungsdruck steigt, werden öffentliche Räume für gemeinschaftliches Erleben seltener. Ob durch Eintrittskosten, Privatisierung oder Nutzungsverbote – Orte für zweckfreie Gestaltung verschwinden. Ein prominentes Beispiel ist der Kalkberg in Köln-Kalk: Eine brachliegende Fläche, die durch Barrieren und Zäune für die Stadtgesellschaft verloren scheint. Doch gerade hier, im Schatten der Stadtautobahn und umringt von Geröll, liegt das Potenzial für eine radikale Umdeutung von Stadtplanung und Erholung.
Darum musst du rein
KALKPARK 3001 verwandelt diesen unwirtlichen Ort in ein utopisches Urlaubsresort. Inmitten von Bauschutt und Überwucherung entstehen performative Inseln der Entspannung, die den Müßiggang ohne Optimierungszwang feiern. Geführt durch einen Audiowalk erschließen sich die Besucher*innen das Gelände, tauchen in die partizipativ-künstlerisch aufbereitete Geschichte des Berges ein und besetzen die „Sonnenplätze“ zwischen Beton und Natur neu. Es ist eine Einladung, sich die unbekannten und gesperrten Orte der Großstadt zurückzuerobern und Lebensqualität dort zu finden, wo man sie am wenigsten vermutet.
Pssst!
Der Kalkberg ist ein Ort voller Kontraste: Einst Deponie für chemische Abfälle, heute Aussichtspunkt mit ökologischer Bedeutung. KALKPARK 3001 macht diese verborgenen Schichten der Kölner Stadtgeschichte spürbar und stellt die Frage, wem der Raum gehört, auf dem wir stehen. Ein Projekt an der Schnittstelle von Stadtaktivismus, Performance und lokaler Historie.
Barrierefreiheit
Dauer: ca. 50 Minuten. Die Laufstrecke beträgt ca. 1,2 km.
Der Audiowalk beinhaltet eine integrierte Audiodeskription.
Menschen mit einem Hörgerät können die Höranlage nutzen. Die Höranlage funktioniert über Induktion.
Es wird einen eigenen Audiowalk in Leichter Sprache geben.
Bodenbelag zu einem kleinen Teil des Weges und beim Einlass nicht befestigt, sondern nur geplättete Erde. Das Plateau ist gepflastert, der Rest des Weges ist asphaltiert.
Der Großteil des Veranstaltungsraumes ist ein Weg mit Steigung, überwiegend 6%, am Eingang allerdings höhere Steigung.
Es gibt Toiletten im Hangar auf dem Bergplateau. Diese sind allerdings nicht rollstuhlgerecht.
Weite Strecken des Wegen sind von Geländern mit Handlauf gesäumt.
Die Parkplätze am Treffpunkt (ca. 50 m entfernt) sind für Menschen mit Behinderung geeignet. Weitere öffentliche Parkplätze in ca. 200 m Entfernung.
Die Bahnstationen in der Nähe sind:
Stegerwaldsiedlung: 850 m, Weg durchgehend gepflastert, die Haltestelle ist nur über längere Steigungen erreichbar und hat keinen Aufzug.
S-Bahn Buchforst: 900 m, Weg durchgehend gepflastert, nicht alle Straßenüberquerungen mit Ampel, keine vollständigen Bürgersteigabsenkungen an den Übergängen.
Menschen mit Merkzeichen „B“ im Schwerbehindertenausweis können ein kostenfreies Ticket für eine Begleitperson in Anspruch nehmen.
Blindenführ- und Assistenzhunde sind herzlich willkommen. Bitte gib Bescheid, wenn Du einen Hund in die Vorstellung mitbringst.
Die verschiedenen Unterstützungsbedarfe können beim Ticketkauf angegeben werden. So können wir uns gut vorbereiten.
Melde Dich bei Anliegen und Fragen zur Barrierefreiheit gerne bei Iris (iris.haist@sommerblut.de)
Hinweise
Wir bitten darum, spätestens 15 Minuten vor Veranstaltungsbeginn vor Ort zu sein. Ein Einlass nach Beginn ist leider nicht möglich.
Kopfhörer werden vor Ort zur Verfügung gestellt.
Der Audiowalk findet unter freiem Himmel statt. Wetterfeste Kleidung ist von Vorteil.
Der Weg beinhaltet leichte Steigungen. Das Gelände ist uneben und erfordert festes Schuhwerk.
Es befinden sich Bänder am Rande der Wegaufgänge, die den Verlauf des Weges markieren. Der Weg darf während der gesamten Dauer des Audiowalks nicht verlassen werden. Personal am Fuße des Kalkberges empfängt das Publikum und weist auf den Startpunkt des Audiowalks hin.